Performance-Analyse Tageszeitungen 2009/2010
02.03.2010 · Zeitungen · Media-StudieDer Zusammenhang zwischen einer Erhöhung der Abo-Preise und der Auflagenentwicklung bei deutschen Tageszeitungen.
Die zehn Tageszeitungen, die im vergangenen Jahr ihre Abo-Preise erhöht haben, büßten dies mit einem Auflageverlust von durchschnittlich 2,5 Prozent ein. Die zehn Tageszeitungen mit der geringsten Abo-Preiserhöhung 2009 mussten einen Rückgang von 1,9 Prozent hinnehmen. Alle der für die „Performance-Analyse Tageszeitungen 2009/2010“ untersuchten Tageszeitungen haben innerhalb eines Jahres ihre Preise erhöht, im Durchschnitt um 4,6 Prozent von 23,67 auf 24,77 Euro. Der Verbraucherpreisindex hingegen nahm nur um 0,4 Prozent zu. So lauten einige der Untersuchungsergebnisse, die von der Unternehmensberatung Kirchner + Robrecht management consultants durchgeführt wurde.
Im Westen Deutschlands stieg der Abo-Preis mit 1,24 Euro deutlicher als im Osten (0,89 Euro). Doch es zeigten sich nicht nur regionale Unterschiede, sondern auch die Spannbreite der Preiserhöhungen variierte stark. Die Kunden der Süddeutschen Zeitung mussten mit drei Euro pro Monat am tiefsten in die Tasche greifen, für andere Zeitungsabonnenten wurde es monatlich nur um 50 Cent teurer. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Auflagen 2009 um 1,6 Prozent (West) und 3,8 Prozent (Ost) gesunken. Allerdings ist die Annahme, dass die Anzeigenverluste der Zeitungen mit der Preiserhöhung einhergehen, nicht eindeutig. Denn beispielsweise der Donaukurier erhöhte seine Abopreise deutlich, verzeichnete aber dennoch ein Auflagenwachstum. Auch die Süddeutsche Zeitung kann eine überdurchschnittlich gute Auflagenentwicklung vorweisen, trotz Preiszuwachs.
Kirchner + Robrecht management consultants, Berlin
Marco OlavarriaTel.: +49 (0)30/ 8803394 22
Marco.olavarria@kirchner-robrecht.de









