Weniger Deutsche spenden mehr
16.01.2012 · Finanzen/Geldgeschäfte · MarktstudieDie Studie untersuchte die Spendenbereitschaft ddeutschsprachigen Bevölkerung im vergangenen Jahr.
Von Oktober 2010 bis September 2011 spendeten lediglich 35 Prozent aller deutschsprachigen Bundesbürger ab 14 Jahre an nationale oder weltweite Hilfsorganisationen. Dieser Prozentsatz ist seit der ersten Erhebung des „Deutschen Spendenmonitors“ von TNS Infratest 1995 der niedrigste. Schuld an dem geringeren Wert sind sowohl die Eurokrise als auch die Debatten um die Staatsverschuldung.
Jedoch hat der gespendete Betrag mit 128 Euro pro Spender zugenommen (Vergleichszeitraum 2009/2010: 114 Euro pro Kopf). Insgesamt betrugen die Spendenausgaben an gemeinnützige Organisationen im vergangenen Jahr 2,9 Milliarden Euro. Damit übertrifft die Gesamtspendensumme in Deutschland die Spendensumme aus dem Vorjahr um etwa 300 Millionen Euro.
Der Spendentrend geht hin zur Aufsplittung des Spendenbetrages, sodass der deutsche Spender durchschnittlich mehr als zwei Spendenziele angibt. Profitieren können – unterstützt durch die aktuellen Diskussionen um Klimawandel, Atomausstieg und Tierschutzskandale – der Tier- und Umweltschutz. Auch die Kirche und die Jugendhilfe verzeichnen Zuwächse hinsichtlich der Spenderzahl.








