Burda geht gegen Kachelmann-Anwalt Schwenn vor
Burda-Vorstand Philipp Welte fühlt sich diffamiert und geht nun gerichtlich gegen Johann Schwenn vor, den Anwalt Jörg Kachelmanns.
Fernab des eigentlichen Prozesses bietet der Fall Kachelmann weitere juristische Schlachtfelder. Laut Informationen der "Süddeutschen Zeitung" ("SZ") geht der Burda-Verlag nun gerichtlich gegen Johann Schwenn vor, den Anwalt des Wettermoderators. Wegen angeblicher Diffamierung. Man werde "Schwenn zur Abgabe einer Unterlassungserklärung auffordern und diese gegebenenfalls auch gerichtlich durchsetzen", so der Verlag gegenüber der "SZ". Auch die aktuelle W&V (EVT: 09.06.) berichtet über den Vorgang; wie Burda dem Magazin bestätigt, lässt Vorstand Philipp Welte durch die Burda-Kanzlei Robert Schweizer eine Unterlassungserklärung an Kachelmanns Verteidiger Schwenn zustellen.
Der Jurist Schwenn hatte nach dem Freispruch Kachelmanns vergangene Woche in der Talkshow "Markus Lanz" erklärt, Burda-Vorstand Philipp Welte habe "jeden deutschen Chefredakteur von Bedeutung angerufen und versucht, ihn für eine negative Berichterstattung gegen Kachelmann zu gewinnen". Auf diese Aussage bezieht sich nun die Unterlassungserklärung.
lip/kas