Verliert Konstantin Neven DuMont sein Amt bei der "FR"?
Der DuMont-Verlag hat dem Verlagserben Konstantin Neven DuMont offenbar die Herausgeberschaft der "Frankfurter Rundschau" entzogen. Dieser stehe nicht mehr im Impressum der "Frankfurter Rundschau", bestätigte die Kölner Mediengruppe der "Süddeutschen Zeitung".
Der Zeitungsverlag M.DuMont Schauberg hat dem in die Kritik geratenen Verlagserben Konstantin Neven DuMont offenbar den ersten Posten entzogen. Der derzeit beurlaubte Vorstand und Sohn des DuMont-Patriarchen Alfred Neven DuMont steht seit Mittwoch nicht mehr im Impressum der "Frankfurter Rundschau". Das bestätigte die Kölner Mediengruppe der "Süddeutschen Zeitung" auf Anfrage.
Demnach wird Konstantin Neven DuMont sowohl in der Print- als auch in der Online- und iPad-Ausgabe der "FR" nicht mehr als Herausgeber geführt. Einen Amtsverlust habe der Verlag allerdings nicht bestätigen oder kommentieren wollen. Somit bleibt unklar, wer die Herausgeberschaft der "FR" nun übernimmt.
Der Verlegersohn hatte seinen Vater in verschiedenen verlagsfremden Medien angegriffen und, laut "SZ" ohne Absprache mit der restlichen Verlagsführung, Sparmaßnahmen bei der defizitären "FR" angekündigt. Bei den DuMont-Blättern "Kölner Stadt-Anzeiger", "Mitteldeutsche Zeitung" und "Express" sei Konstantin Neven DuMont nach wie vor Herausgeber - neben seinem Vater und seinem Cousin Christian DuMont Schütte.
Am Dienstag hatte sich Alfred Neven DuMont in einer Rundmail an alle Mitarbeiter vom Verhalten seines Sohnes distanziert.