"New York Times" künftig nur noch online
Das Traditionsblatt "New York Times" wird in der Zukunft nicht mehr als Printausgabe erscheinen. Das kündigte ihr Verleger, Arthur Sulzberger, jetzt auf einem Kongress in London an.
Die Printausgabe des Traditionsblattes „New York Times“ werde in der Zukunft eingestellt. Dies kündigte Verleger Arthur Sulzberger Junior diese Woche auf dem Londoner Kongress 9th International Newsroom Summit an.
Zum genauen Zeitpunkt äußerte sich Sulzberger nicht. Auf dem Kongress ging es zudem um das neue Bezahlsystem der „New York Times“. Ab kommenden Jahr können die Leser auf eine bestimmte Anzahl von Artikeln pro Monat zugreifen, wollen sie mehr anschauen, müssen sie zahlen.
Noch steht nicht fest, wie viele Artikel pro Monat kostenfrei sein sollen. Ebenso wenig, wie hoch die Gebühr ausfallen wird. Das sei abhängig von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie dem Leserinteresse und könne sich mit der Zeit auch ändern.
Sulzberger hält das Bezahlsystem für einen wichtigen Schritt, um das Überleben seriöser Medien zu gewährleisten. „Sollte das Modell nicht funktionieren, kann man es immer noch umstellen“, räumte der Verleger aber ein.