Ratgeber:
"Schöner schreiben über Lesben und Schwule": Broschüre gegen Fettnäpfchen
Neben einem Glossar mit Begriffen - von "Asexualität" bis "Tunte" - nennt der Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen Praxisbeispiele.
Nach ihrem Appell gegen die Diffamierung Homosexueller in den Medien richten sich schwule und lesbische Journalisten jetzt mit einem Ratgeber an die Redaktionen in Deutschland. "Es wurde noch nie so viel über Homosexuelle berichtet wie zurzeit. Aber die Fettnäpfchen sind doch über die Jahre die gleichen geblieben", heißt es am Montag vom Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen (BLSJ). An mehr als hundert Redaktionen werde daher im Sommer die Broschüre "Schöner schreiben über Lesben und Schwule" verschickt, meldet die Nachrichtenagentur "dpa" nach Vorstellung der Initiative in Köln.
So sieht die Broschüre gegen Fettnäpfchen aus: Neben einem Glossar mit Begriffen aus der Szenesprache - von "Asexualität" bis "Tunte" - werden im neuen Leitfaden für Redaktionen Praxisbeispiele genannt. Diese fangen damit an, dass "homosexuell" oft mit "schwul" gleichgesetzt werde, obwohl auch Lesben gemeint sein könnten, heißt es. Der Ratgeber, der konkrete Vorschläge für bessere Formulierungen nennt, kann auch auf der BLSJ-Seite heruntergeladen werden. Erst vor einer Woche hat der BLSJ einen Appell veröffentlicht, der sich gegen die Verharmlosung von Homosexuellen-Feindlichkeit in den Medien richtet.
dpa/ps