25 Jahre BLM: Privatfunk gerät ins Hintertreffen
Bei einer Expertenrunde anlässlich der Jubiläumsveranstaltung zum 25-jährigen Bestehen BLM moniert Wolf-Dieter Ring: "Die Öffentlich-Rechtlichen sind sehr modern geworden."
Wolf-Dieter Ring, Präsident der Münchner Medienanstalt BLM, spricht sich dafür aus, den privaten Rundfunk in der Diskussion um die Zukunft und Finanzierung der Medien nicht ins Hintertreffen gelangen zu lassen. Bei einer Expertenrunde anlässlich der Jubiläumsveranstaltung zum 25-jährigen Bestehen der BLM moniert Ring, dass sich Politik bzw. Medienpolitik in den vergangenen Jahren in ihren Beratungen zunehmend auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk eingeschossen hätten. "Die Öffentlich-Rechtlichen sind sehr modern geworden", so der BLM-Präsident.
Der Züricher Medienexperte Otfried Jarren fügt zum Thema Regulierung der Medien an: Die Unterscheidung zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Medienorganisationen sei nicht hinfällig, jedoch müsse der Fokus unbedingt auf alle - alte und neue - Player gerichtet werden. Zur Zukunftsaufgabe haben die Diskutanten auf dem Podium ein besseres Verständnis der Online-Medien gefordert.
Ein bunter Teil hat am Abend das medienpolitische Stelldichein der BLM abgerundet. Mit dabei: Player des bayerischen Medienmarktes wie Gunther Oschmann oder Burda-Manager Michael Tenbusch. Highlight: Statt des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer hat sein Double, Kabarettist Wolfgang Krebs, die Laudatio gehalten. Quintessenz: "Der Professor Ring ist von Anfang an für uns Bayern so etwas gewesen wie für die Amerikaner der Obama. Der Ring ist unser Medien-Obama. Ein Energiebündel voll mit Ideen. Ein Hoffnungsträger - so was wie der zu Guttenberg."