AG.MA: Währung für Webradios ist in Sicht.
Die Funk-Anbieter in der AG.MA wollen jetzt auch die „neuen“ Sender und Angebotsformen in die Radio-MA integrieren.
Die Funk-Anbieter in der AG.MA haben in die Wege geleitet, dass die „neuen“ Sender und Angebotsformen in die Radio-MA integriert werden. Das haben die Vermarkter AS&S und RMS am Rande des Radio Days in Köln bekannt gegeben.
Laut Dieter K. Müller, AS&S-Forschungsdirektor und Mitglied im Vorstand der AG.MA, sind folgende Schritte angedacht: Bei der bundesweiten Media-Analyse sollen neue Fragen zur Nutzung von Webradio aufgenommen werden. Die Erhebung hierzu sei derzeit im Feld, Ergebnisse würden im nächsten Jahr vorliegen, so Müller. Um genauer die Radionutzung via Internet zu ermitteln, wird getestet, ob und wie andere Datenquellen wie etwa das AGOF-Internet-Ranking hinzugezogen werden können. Danach soll eine „ganzheitliche technische Messung für Webradios“ angeschoben und im Lauf des nächsten Jahres zertifiziert werden.
Bislang werden die rund 2700 deutschen Webradios nur am Rande von der Befragung zur Radio-MA erfasst. Wird ein Online-Sender von mehreren Interviewten genannt, rutscht er in die Abfrage. Bisher mit wenig Resonanz für die neue Funk-Variante: Nimmt man die aktuelle MA 2010 Radio II vom Juli, dann hören täglich weniger als 400 000 Personen reine Webcastradios. Zum Vergleich: Das klassische Radio zählt pro Tag rund 58 Millionen Hörer ab zehn Jahren.