Apotheken Umschau wehrt sich gegen das ZDF
Die "Apotheken Umschau" will das ZDF zu einer Gegendarstellung bewegen. Dieses hatte berichtet, dass ein Bericht Schuld an einem Selbstmord gewesen sein. Auch die Trennung von Anzeigen und Inhalt wurde in Frage gestellt.
Aufgrund des Vorwurfs vonseiten des ZDF, die "Apotheken Umschau" sei mit schuld am Selbstmord einer möglicherweise depressiven Frau, geht der Verlag Wort & Bild juristisch gegen den Sender vor. Einer Verlagsmitteilung zufolge ist dem ZDF eine Gegendarstellung zugestellt worden; Unterlassungsansprüche wegen falscher Tatsachenbehauptungen seien auf dem Weg.
In der ZDF-Sendung Frontal 21 vom 9. Dezember hätten die Autoren Christian Esser und Astrid Randerath von Monika K. berichtet, die in einem Artikel der "Apotheken Umschau" über neue Medikamente gelesen und sich daraufhin vom Arzt ein Antidepressivum verordnen lassen habe. Elf Tage später habe sie unter Einfluss des Medikaments Suizid begangen.
Der Wort&Bild-Verlag betont, dass der besagte Beitrag "Wege aus der Depression" explizit auf die gefährlichen Nebenwirkungen hingewiesen hat, die eine Kurzschlusshandlung wie einen Suizidversuch auslösen können. Der Artikel lag der Mitteilung bei. Auch den weiteren Vorwurf der ZDF-Sendung, die "Apotheken Umschau" sei durch Anzeigenschaltungen zu beeinflussen, weist Wort & Bild von sich. Redaktion und Anzeigen seien in seinen Medien strikt getrennt.