Online-Shop:
Beate Uhse profitiert vom E-Commerce
Der Erotikkonzern Beate Uhse hat die Produktpalette im Netz erweitert und legt beim Online-Handel zu.
Die Marke Beate Uhse entwickelt sich zum Amazon der Erotik-Freunde: Denn bei den Flensburgern werden immer mehr Waren im Netz bestellt. Der Online-Shop beate-uhse.com führt tatsächlich nicht nur die üblichen Erotik-Produkte, sondern wartet inzwischen auch mit Lavalampen oder Kamera-Kugelschreibern auf. Der E-Commerce-Anteil des Versandhandels sei 2012 um sieben Punkte auf 74 Prozent geklettert, verkündete die Beate Uhse AG. Jedoch schrumpften die Erlöse mit dem Versand um 5,7 Prozent auf 59 Millionen Euro. Der Vorstand hat sich deshalb im vergangenen Jahr auf die Neugestaltung des Online-Shops sowie die Einführung eines neuen IT-Handelssystems konzentriert. Der diesjährige Konzernumsatz soll sich um den Vorjahreswert von 144 Millionen Euro (minus drei Prozent) einpendeln.
Das Erotikkonzern mit rund 700 Mitarbeitern hatte sich vor drei Jahren eine Sanierung verordnet. Das Management arbeitet am Comeback, doch unterm Strich blieb 2012 ein Verlust von 835.000 Euro (2011: minus 7,8 Millionen). Der Einzelhandel, der auf rentable Filialstandorte reduziert wurde, schreibt operativ wieder schwarzen Zahlen und bringt rund 46 Millionen Euro der Erlöse. Die übrigen Umsätze kommen aus dem Großhandel (30 Millionen) und dem Bereich Entertainment (acht Millionen). (dpa)