Geplant sind Preise für herausragende Leistungen im Radio in elf Kategorien. Ausgezeichnet werden: "Die beste Morgenshow", "Die beste Reportage", "Die beste Recherche", "Die beste Moderation", "Das beste Interview", "Die beste Comedy" sowie "Die beste Musiksendung/Sendung". Hinzu kommen Preise für "herausragende Leistungen" beim "Sounddesign", bei "Höreraktionen", im Bereich "Sportformat" sowie bei "Innovationen". Ausgeschrieben wird der Wettbewerb um den Radiopreis im Mai. Bewerben können sich alle deutschen Radiostationen mit maximal drei Produktionen aus selbst gewählten Kategorien. Die Stücke müssen aus dem Zeitraum Juni 2009 bis Mai 2010 stammen. Die Federführung für die Organisation hat der NDR.

Das Projekt ist am Donnerstag beim NDR in Hamburg präsentiert worden. Mit dabei: der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust, NDR-Intendant Lutz Marmor, Hamburgs Senatorin der Behörde für Kultur, Sport und Medien, Karin von Welck, der Direktor des Grimme-Instituts, Uwe Kammann, sowie Lutz Kuckuck, Geschäftsführer der Radiozentrale.

Einen ersten Anlauf zum Radiopreis hat es im Jahr 2005 gegeben. Die German Radio Awards wurden damals im Umfeld der IFA unter Federführung des kommerziellen Radio Hamburg und auch nur für die Pirvatfunkbranche verliehen. Eine Wiederholung des Events gab es nicht. Die Finanzierung war dabei ein Knackpunkt. Auf die Fehlstarts spielt RPR1- und BigFM Geschäftsführer Kristian Kropp an und meint: "Nach vielen gescheiterten Anläufen für die Ausrichtung einer nationalen Auszeichnung, welche sowohl von privaten als auch öffentlich-rechtlichen Sendern getragen wird, bin ich mir sicher, dass der neue Preis zu einem großen Erfolg für die Gattung werden wird.Es sei sehr wichtig, "dass sich die Radiobranche, analog anderer Industrien, bei gemeinsamen Interessen einig sein muss".

gl/ps