Auserwählt:
Diekmann darf Google Glass testen
Kai Diekmann kann weiter an seinem Image als Silicon-Valley-Insider arbeiten: Über Twitter verkündet er, zu den Testern der Google Datenbrille zu gehören.
Kai Diekmann kann weiter an seinem Image als Silicon-Valley-Insider arbeiten: Über Twitter verkündet er, zu den Testern der Google Datenbrille zu gehören. Demnach wäre er einer von 8.000 Auserwählten, die Google Glass vorab ausprobieren dürfen.
Google suchte in einer Online-Kampagne nach kreativen Testern für das neue Gerät. Auf Twitter und Google+ konnten sie sich mit einem kurzen Text, Bildern und Videos bewerben. Die Aktion ist nun beendet und das Unternehmen will seine Tester jetzt auf Google+ und Twitter anschreiben.
Kai Diekmann postete bereits eine Nachricht von ProjectGlass, dem Twitteraccount zur Datenbrille auf Twitter:
@kaidiekmann You’re invited to join our #glassexplorers program. Woohoo! Make sure to follow us - we’ll DM in the coming weeks.
— Project Glass (@projectglass) 27. März 2013
Möglicherweise hat sich der Bild-Chef aber zu früh gefreut. Inzwischen gab Google bekannt, dass fälschlicherweise Tester ernannt wurden, die den Voraussetzungen nicht entsprächen. So hieß es eigentlich, die Nutzer müssten über 18 Jahre alt sein und die US-Staatsbürgerschaft haben.
Sollte Diekmann aber doch in den Genuss der ersten Datenbrille kommen, muss er 1.500 Dollar plus Steuern dafür bezahlen. Was er mit der Brille machen würde, erklärte er in seiner Bewerbung:
#ifihadglass I could take all my folks back home in Germany over here to Silicon Valley - virtually, but live! vine.co/v/bgtV3ZTU5rL
— Kai Diekmann (@KaiDiekmann) 25. Februar 2013
Außerdem könnte sich seine Einstellung zum Leistungsschutzrecht ändern:
#ifihadglass I would probably have a very different view on Google! #LSR twitter.com/KaiDiekmann/st…
— Kai Diekmann (@KaiDiekmann) 26. Februar 2013
Die Computer-Brille kann sich mit dem Internet verbinden und hat an einer Seite einen kleinen durchsichtigen Bildschirm, auf dem Informationen eingeblendet werden können. Google Glass ist ein Projekt, um das sich Mitgründer Sergey Brin persönlich kümmert. Er will damit das Internet noch nahtloser in den Alltag integrieren. So kann man der Brille zum Beispiel per Stimme befehlen, ein Video oder ein Foto aufzunehmen oder Informationen aus dem Internet wie Wetter oder Wegbeschreibungen anzuzeigen.
Kai Diekmann lebt aktuell im Silicon Valley und hat Anzug und Gelfrisur gegen Bart und Kapuzenpulli ausgetauscht. Seinen Imagewandel inszeniert er in einer Homestory im aktuellen "Spiegel". Wie authentisch und sinnvoll das ist hat W&V den Imageberater Frank Dopheide gefragt.
Weitere Gewinner des Wettbewerbs um die ersten Brillen hat "Business Insider" identifiziert. Darunter einen Tierpfleger, einen Feuerwehrmann und einen Arzt. Eine Produktionsstätte für Google Glass steht offenbar auch schon fest. Laut Finanznachrichtenagentur Bloomberg werden die Geräte in Santa Clara von Foxconn hergestellt. Foxconn ist vor allem als Produzent von Apple-Geräten wie iPhone und iPad-Tablet bekannt. Die in Taiwan beheimatete Firma lässt größtenteils in China fertigen. Eine Bestätigung von Foxconn gibt es noch nicht.
fm/dpa