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Dmexco-Debatte: Das Leid mit dem Lead

Vom Leitmedium zur Leitidee: Vertreter von Agenturen und Unternehmen diskutierten im Dmxexco-Panel "Special Agencies" über die Führungsrolle für Digitalagenturen und vernetztes Arbeiten. W&V-Mann Ralph-Bernhard Pfister war dabei.

Text: Ralph-Bernhard Pfister

15. September 2010

Da war sie wieder, die leidige Frage nach dem Lead. Eigentlich hätten Michael Frank (Plan.net), Horst Wagner (Pixelpark), Stefan Knieß (Argonauten G2) sowie Ralf Maltzen (Audi) und Michael Willeke (Coca-Cola) über den Wert des digitalen Marketings sprechen sollen. Schnell ging es aber statt dem Einstiegsthema – „Unternehmen müssen Investitionen in Innovationen mittragen“ (Frank) um die alte Frage: Wer führt beim Cross-Channel-Tanz?

Dabei entstand der Eindruck, dass die Gesprächspartner den Lead eigentlich lieber vergessen würden. Für Maltzen geht es um das überzeugende Konzept, der Leadinhaber müsse ganzheitlich beraten. Überhaupt beraten: Die richtigen Empfehlungen zu Trends sollen von den Agenturen kommen. Die wiederum verwiesen darauf, dass Themen wie Social Media – nach Wagner die dickste Sau, die zur Zeit durchs Dorf getrieben wird – strategische Komponenten enthielten und damit die Kunden in der Pflicht seien. Für die schnelldrehenden Trends im Digitalgeschäft müssten auch die Agenturen Experten nachziehen und zukaufen – was aus Sicht der Dienstleister natürlich finanzierbar sein muss.

Einig war sich die Runde dagegen im Punkt der Vernetzung: Nicht nur die Kampagnen müssten vernetzt werden, sondern auch die darin involvierten Agenturen und Kunden. „Statt der Einzelgewerke auf Ganze schauen“, formulierte das Maltzen, vom Leitmedium zur Leitidee kommen. Dabei müssen laut Willeke die Interactive-Agenturen auch zeigen, dass sie in der Lage sind, kreative Leitideen anzubieten statt vorhandene zu amplifizieren.


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Autor: Ralph-Bernhard Pfister

Ralph Pfister ist Koordinator am Desk der W&V. Wenn er nicht gerade koordiniert, schreibt er hauptsächlich über digitales Marketing, digitale Themen und Branchen wie Telekommunikation und Unterhaltungselektronik. Sein Kaffeekonsum lässt sich nur in industriellen Mengen fassen. Für seine Bücher- und Comicbestände gilt das noch nicht ganz – aber er arbeitet dran.


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