Drei Kartellbeschwerden gegen Google
Microsoft sowie Zeitungs- und Zeitschriftenverleger haben kartellrechtliche Schritte gegen den Suchmaschinenriesen eingeleitet.
Die Rivalität zwischen den beiden US-Giganten Microsoft und Google verschärft sich. Wie der "Focus" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, versucht Microsoft nun erstmals, wettbewerbsrechtlich gegen den Suchmaschinenkonzern vorzugehen.
Gegenüber dem Nachrichtenmagazin räumte Google ein, dass die Microsoft-Tochter Ciao aufgrund "unfairer Vertragsbedingungen" bereits im Dezember vergangenen Jahres Beschwerde beim Bundeskartellamt eingereicht habe. Google muss zu den Vorwürfen nun Stellung beziehen. Anschließend entscheidet die Behörde, ob sie ein Verfahren einleitet.
Auch die Zeitungs- und Zeitschriftenverleger gehen beim Bundeskartellamt gegen Google vor. Das teilte der Suchmaschinengigant in Hamburg mit. Die Verleger forderten eine Bezahlung für die Anzeige der Suchtreffer, der sogennanten "Snippets". Damit nicht genug: Zudem hat der Kartendienst-Anbieter Euro-Cities Beschwerde eingereicht; dieser moniert das kostenlose Anbieten von Karten via "Google maps".