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DuMont droht Stellenabbau

Das Verlagshaus M.Dumont Schauberg will vom lockeren Zeitungsverbund zum echten Printkonzern werden. Im Rahmen des Umbaus wollen die Kölner auch Stellen streichen.

Text: Thomas Nötting

20. Juli 2009

Die Kölner Zeitungsgruppe M.DuMont Schauberg hat Überlegungen für einen Umbau des Konzerns sowie einen möglichen Stellenabbau bestätigt. "Wir prüfen derzeit verschiedenen Optionen. Eine Option ist, dass bestimmte Dienstleistungen an einem Standort konzentriert werden“, sagt Vorstand Konstantin NevenDuMont im "Kontakter". Derzeit arbeiten diverse Arbeitsgruppe an entsprechenden Konzepten. Wie diese am Ende aussehen, sei jedoch noch nicht klar, so NevenDumont. Der "Kontakter" hatte bereits vergangenen Montag über die Umstrukturierungspläne berichtet.
Die Neuausrichtung könnte auch zu Personalabbau führen. "Einen Stellenabbau können wir in diesen schwierigen Zeiten nicht ausschließen“, sagt Neven-DuMont. Im Umfeld des Unternehmens heißt es, dass der Verlag an bestimmten Standorten die Kosten um bis zu 15 Prozent senken könnte. "Die einzelnen Standorte haben eine unterschiedliche Ertragskraft. Ertragsschwache Objekte unterliegen einem größeren Kostendruck als ertragsstarke“, erklärt dazu NevenDuMont.
Seit einigen Wochen hat der Kölner Zeitungskonzern zahlreiche Arbeitsgruppen eingesetzt. Ziel ist es, aus dem lockereren Verbund von Zeitungen einen echten Print-Konzern mit übergreifenden Strukturen zu machen. Grundgedanke des Prozesses ist die Schaffung so genannte Kompetenzzentren, die Dumont über seine Standorte verteilen will. Demnach könnten konzernübergreifende Dienstleistungen wie Vermarktung, Vertrieb, Buchhaltung oder Verwaltung an bestimmten Standorten gebündelt werden.
Auslöser des grundlegenden Umbaus ist die Expansion der Kölner Verlagsgruppe in den letzten Jahren. Im März hatte Dumont für rund 152 Millionen Euro die deutschen Zeitungen des in finanzielle Not geratenen Investors David Montgomery übernommen. Nach dem Erwerb von "Berliner Zeitung", "Berliner Kurier" und "Hamburger Morgenpost" sind die Kölner zum nach Auflagen drittgrößten Zeitungsimperium Deutschlands aufgestiegen. Bereits 2006 kaufte Dumont die Mehrheit an der überregionalen "Frankfurter Rundschau". So erhöhte Dumont die Zahl seiner Belegschaft innerhalb weniger Jahre auf mehr als 3.500 Mitarbeiter.


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Autor: Thomas Nötting

ist Leitender Redakteur bei W&V. Er schreibt vor allem über die Themen Medienwirtschaft, Media und Digitalisierung.


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