E-Shops von Modemarken lassen noch Wünsche offen
Textilhersteller schöpfen noch nicht alle Möglichkeiten aus, die der E-Commerce ihnen bietet. Mehr als ein Drittel bietet seinen Kunden keinen Newsletter an und ein Viertel keine Artikelempfehlungen.
Die Internet-Shops von Textilherstellern weisen noch ein erhebliches Verbesserungspotenzial auf. Das zeigt jetzt eine Untersuchung der Karlsruher Dbu Unternehmensberatung. Berücksichtigt wurden insgesamt 60 Textillieferanten aus Deutschland mit einem Umsatz von mindestens 50 Millionen Euro. Knapp 60 Prozent von diesen verfügen bisher über einen E-Shop.
Die 36 untersuchten E-Shops schöpfen bisher zumeist noch nicht vollständig die Möglichkeiten aus, die der Online-Verkauf ihnen bietet. Lediglich acht Prozent der befragten Marken hat für den E-Shop ein eigenes Online-Geschäftsmodell entwickelt. Mehr als ein Drittel bietet ihren Kunden keinen funktionierenden Newsletter an, ein Viertel keine Artikelempfehlungen.
Drei Viertel der Textil-Online-Shops sieht scheinbar ihr Sortiment als wichtigstes Verkaufsinstrument an und nutzt neben einem Newsletter keine weiteren Anreize wie Geschenke, Preisausschreiben oder Rabatte. Die Verknüpfung unterschiedlicher Vertriebskanäle fällt den meisten Marken auch noch sehr schwer. Nur 14 Prozent der betrachteten Unternehmen stellen im „Internet-Laden“ die Funktion des Shopfinders heraus. Am besten schnitten beim Multichannel-Marketing noch Esprit, S.Oliver und Brax ab.