Rabatt-Schlacht:
Ebay greift Groupon mit eigenem Schnäppchenportal an
Ebay will künftig die Milliarden Nutzerdaten seiner Nutzer stärker für eine direkte Kundenansprache nutzen und greift damit das Schnäppchenportal Groupon an.
Das Online-Handelshaus Ebay startet ein eigenes Schnäppchenportal und greift damit den US-Anbieter Groupon an. Der US-Konzern bietet auf seiner Internetseite nunmehr Gruppenrabatte auf Dienstleistungen wie beispielsweise Yoga-Stunden an, wenn diese auf genügend Interesse von mehreren Kunden stoßen.
Ebay hat sich für die Bereitstellung des neuen Diensts mit dem Startup-Unternehmen Signpost zusammengeschlossen, das bereits für Google arbeitet. Bisher können die Schnäppchen nur in San Francisco, Los Angeles und der Hauptstadt Washington erworben werden. Wenn es gut laufe, werde das Angebot aber ausgeweitet, kündigte der zuständige Ebay-Manager Devin Wenig an.
Der Einstieg ist ein großer Schritt für das Online-Haus, welches bisher kaum im Markt für Dienstleistungen präsent ist und lediglich Waren anbietet. Der Pionier der Branche, Groupon, war einst für sein Geschäftsmodell gefeiert worden. Händler rund um die Welt hofften auf eine Werbemöglichkeit, Kunden auf Rabatte und die Portale auf stetigen Geldfluss. Innerhalb kürzester Zeit blähte sich die 2008 gegründete Firma auf 37 Millionen aktive Nutzer und 250.000 Werbekunden in knapp 50 Ländern auf und inspirierte Hunderte Klone. Inzwischen häufen sich aber die Berichte frustrierter Kunden und Händler.