Streit ums Geld:
Frank Jonen vs. Fitness SF: So reagiert das US-Unternehmen
In dem Aufsehen erregenden Fall um die von einem Web-Designer vom Netz genommene Website einer US-Fitnesskette hat sich das angegriffene Unternehmen jetzt detailliert geäußert. Fitness SF bestreitet vehement, dem Deutschen Geld zu schulden. Hier geht's zur Erklärung im Wortlaut.
In dem Aufsehen erregenden Fall um die von dem deutschen Web-Designer Frank Jonen vom Netz genommene Website einer US-Fitnesskette hat sich das angegriffene Unternehmen jetzt detailliert geäußert. Fitness SF bestreitet vehement, dem Freelancer aus Deutschland Geld zu schulden. In einem gegenüber dem US-Branchenblatt "Adweek" abgegebenen Erklärung des Unternehmens heißt es wörtlich:
"Am Mittwochabend hat eine Person namens Frank Jonen unsere Fitness-SF-Domain gehackt und sich des Domain-Namens bemächtigt. Wir hatten Frank am 16. Mai 2012 damit beauftragt, eine funktionsfähige Website für unsere Marke zu entwickeln. Am selben Tag haben wir ihm 5.000 US-Dollar bezahlt. In seinem Angebot schrieb er, dass er für diesen Auftrag zehn Wochen benötige. Seither hat er zahlreiche Deadlines verstreichen lassen - unter anderem zu unserem Brand-Launch im September. Im Dezember übergab er die unfertige und nicht funktionierende Website dann freiwillig an unsere neue Designagentur. Nun versucht er, sich selbst als Opfer darzustellen, obgleich in Wirklichkeit Fitness SF das Opfer ist, da Jonen versucht, Geld zu bekommen für eine Arbeit, die er gar nicht fertiggestellt hat - und sich nun dafür entschieden hat, uns zu erpressen."
Um den Fall Jonen ist im Netz eine kontrovers geführte Debatte entbrannt. Während viele Sympathisanten Verständnis für Jonens "mutige" Aktion äußern, sprechen andere von einem Fall verbotener Selbstjustiz und einem Eigentor des Designers. Ausführlich bloggt unter anderem Andreas Frank von Pixeltalk über das Thema.