GWA kritisiert Beck-Pläne zu Werbeverboten bei ARD und ZDF
Der GWA nimmt Stellung: In einer Pressemitteilung verurteilt der Verband die Pläne von Kurt Beck, ein Werbeverbot bei ARD und ZDF zu erreichen.
Der Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA kritisiert die Pläne des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck, bei den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern Werbung grundsätzlich zu verbieten. GWA-Präsident Peter John Mahrenholz sagt in einer Mitteilung des GWA: "Werbung ist unentbehrlich für den Wettbewerb und damit auch für die Marktwirtschaft. Es gibt keinen Grund, die ohnehin schon restriktiven Auflagen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten noch zu verschärfen und die dadurch wegfallenden Werbeerlöse auch noch durch eine Erhöhung der GEZ-Gebühren zu kompensieren.“
Werktäglich dürfen die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten höchstens bis zu 20 Minuten Werbung ausstrahlen. Nach 20 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen ist es für ARD und ZDF generell verboten, Werbung zu senden. Werbung ist nur für wirtschaftliche Zwecke, nicht aber für politische Ziele oder religiöse und weltanschauliche Überzeugungen erlaubt.
Laut GWA-Mediaplaner kostet ein 30-Sekunden-Werbespot bei ARD und ZDF im Durchschnitt circa 12.000 Euro. Durch Becks Pläne verlöre jeder Sender Werbe-Einnahmen in Höhe von mehr als 140 Millionen Euro pro Jahr. Die Verluste sollen durch eine Erhöhung der Rundfunkgebühren von bis zu 1,40 Euro pro Monat und Gebührenzahler ausgeglichen werden.