IAB legt Vorschlag zum Umgang mit Cookies vor
Nachdem sich die Politik am Datenschutz im Internet die Zähne ausbeißt, nimmt sich die Werbeindustrie selbst unter Federführung des Interactive Advertising Bureaus des Cookie-Problems an.
In regelmäßigen Abständen klagen Internetnutzer, weil sie nicht wissen, wer wo wie viele ihrer Daten speichert. Gleichzeitig brauchen Vermarkter, Agenturen und Werbungtreibende die Cookies, die sich im Computer des Verbrauchers festsetzen, um Werbung zielgerichtet ausliefern zu können. Die Technik, so scheint es, ist der Gesetzeslage enteilt, was fehlt, sind neue Regelungen für das Sammeln von User-Daten.
Obwohl das Problem bekannt ist, ist bisher politisch nicht viel passiert. So hat sich die Internet-Werbeindustrie unter Federführung des Interactive Advertising Bureaus (IAB), dem europäischen Dachverband der Online-Vermarkter, organisiert und der Sache angenommen. Beteiligt sind weitere Verbände, etwa die Werbungtreibenden über das World Forum of Advertisers (WFA), sowie auf nationaler Ebene der Internet-Verband BVDW und die im OWM organisierten Markenartikler.
„Fast zwei Jahre wurde an einer Lösung gearbeitet“, erklärt Stephan Noller, Chairman des IAB-Policy-Commitees und Vorstand der Targeting-Firma Nugg.ad. Vor drei Wochen hatte der IAB in Brüssel die Eckpunkte präsentiert. Zentraler Punkt des Papiers: Eine paneuropäische Selbstregulierungsinstitution, die jeweils nationale Vertretungen erhält. Weitere Details werden in den kommenden Tagen öffentlich.
Mehr zum Thema lesen sie in der aktuellen W&V ab S.68.