IBM streicht Microsoft Office
IBM hat alle Mitarbeiter weltweit aufgefordert, vonder Bürosoftware Microsoft Office auf die hauseigene Software Lotus Symphony umzusteigen. Kein Einzelfall: Laut "Handelsblatt" steigen immer mehr Unternehmen und staatliche Organisationen auf Open-Source-Software um.
Microsoft geht es an den Kragen: Laut der heutigen Ausgabe des "Handelsblatts" hat IBM seine 360.000 Mitarbeiter weltweit aufgefordert, die bisher genutzte Bürosoftware Microsoft Office abzustellen und auf die hauseigene Software Lotus Symphony umzusteigen. Diese empfiehlt IBM seinen Kunden häufig selbst. Ein IBM-Sprecher bestätigte gegenüber der Wirtschaftszeitung, dass bis heute 330.000 Mitarbeiter die Anweisung befolgt hätten.
Bislang sei Microsoft Office mit einem Marktanteil von beinahe 90 Prozent die dominierende Kraft bei Bürosoftware, so das "Handeslblatt" weiter. 2008 setzte Microsoft damit rund 19 Milliarden Euro um - das ist mehr als das Betriebssystem Windows erwirtschaftet. Bei der Absage an Microsoft gehe es IBM jedoch weniger um die Lizenzahlungen, berichtet das Blatt. Vielmehr wolle das Unternehmen sicherstellen, dass künftig alle Informationen auf allen IT-Plattformen und im Internet verfügbar seien.
Mit dieser Entscheidung liegt IBM im Trend: Wie ein Open-Source-User - Sprachrohr von Red Hat, dem weltweit größten Open-Source-Unternehmen, im "Handelsblatt" warnt - wandelte sich die IT-Welt "von einer produktbasierten zu einer standardbasierten Welt". In einer solchen Welt sei egal, wer das Programm liefere.Es müsse nur offene Formate verarbeiten können.