Innovationstag 2010: Buchholz beschwört den Qualitätsjournalismus
"Wer braucht noch Journalismus in Zeiten von Social Networks, Twitter und Blogs?", mit dieser Frage zitierte G+J Vorstandsvorsitzender Bernd Buchholz den US-Online-Guru Jeff Jarvis, um dann für die unbedingte Notwendigkeit von Qualitätsjournalismus auch in heutigen Zeiten einzutreten.
"Wer braucht noch Journalismus in Zeiten von Social Networks, Twitter und Blogs?", mit dieser Frage zitierte G+J Vorstandsvorsitzender Bernd Buchholz den US-Online-Guru Jeff Jarvis, um dann für die unbedingte Notwendigkeit von Qualitätsjournalismus auch in heutigen Zeiten einzutreten.
Denn nicht die Informationsbeschaffung, sei in Zeiten, in denen jeder digitale News absetzen kann, das Problem, sondern der Umgang mit der Informationsüberflutung. Hier sei der Journalist gefragt. Um die wichtigen Informationen überhaupt noch wahrzunehmen, bedarf es einer Selektierung, Einordnung und Aufbereitung nach Relevanz.
Relevanz ist künftig das entscheidende Differenzierungsmerkmal mit dem gerade etablierte Medienmarken beim Leser punkten können. Und damit kommt dem Journalist sogar eine staatstragende Rolle zu, so Buchholz, denn ohne Qualitätsjournalismus und Medienvielfalt sei Demokratie nicht denkbar!
Prompt folgte auch ein Appell an Brüssel: Werberestriktionen gefährdeten die Medienvielfalt und unabhängigen Journalismus. Der Bürger sei mündig genug, um zu entscheiden, ob ein Schokoriegel dick mache oder nicht.
Entsprechend verlässt sich der Verleger nicht auf bewährte Erlösquellen und den Wissensdurst des Endkonsumenten und setzt verstärkt auf werbeunabhängige Geschäftsfelder . Gruner + Jahr positioniere sich als Contentanbieter im B-to-C und im B-to-B-Bereich.