Die Kategorie Creative Effectivenss, 2011 eingeführt, gilt als eine der schwierigsten. Agenturen und Unternehmen müssen ihre Arbeiten bestens aufbereiten, die Details erklären, alle Ergebnisse nachweisen . Das ist sehr aufwändig und auch teuer. Die Ergebnisse und die Effizienz bestimmen zu 50 Prozent das Ergebnis, Ideen und Strategie gehen mit je 25 Prozent in die Award-Mechanik ein.

Die Angelsachsen beherrschen das Geschäft der Selbstvermarktung traditionell besser; sie dominieren diesen Wettbewerb naturgemäß. Auch saß in der Jury kein Deutscher; 2012 war noch Michael Trautmann, heute Thjnk, dabei. Die deutschen Kampagnen konnte also auch niemand erklären; sie hatten schlicht keinen Fürsprecher.

Insgesamt hatten die Juroren, traditionell mit vielen Unternehmen besetzt, über 120 Einreichungen zu urteilen, jeder Case war etwa 30 Seiten stark. "Wir stecken da jetzt wirklich drin", sagt Shelly Lazarus und lacht. Die Löwen für Creative Effectiveness wurden am Montagabend im Palais des Festivals vergeben.


Conrad Breyer, W&V
Autor: Conrad Breyer

Er kam über Umwege zur W&V. Als Allrounder sollte er nach seinem Volontoriat bei Media & Marketing einst beim Kontakter als Reporter einfach nur aushelfen, blieb dann aber und machte seinen Weg im Verlag. Conrad interessiert sich für alles, was Werber- und Marketer:innen unter den Nägeln brennt. Seine Schwerpunktthemen sind UX, Kreation, Agenturstrategie. Privat engagiert er sich für LGBTQI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine.