Klickpreise von Google Adsense geknackt
Wieviel Werbetreibende für einen Klick auf ihre Google-Anzeige zahlen, konnten Webmaster bisher bestenfalls erahnen. Ein neues Werkzeug hilft ihnen jetzt, schnell annähernd exakte Preise zu erhalten - um damit ihre Seite zu optimieren.
Für zehn Millionen Webmaster weltweit zählt das Adsense-Programm von Google zu ihren Lieblings-Quälgeistern. Es bringt ihnen Geld, doch auf ihre Bedürfnisse will es sich nicht wirklich einlassen. Wieviel Cent oder gar Euro ein Klick auf eine bestimmte Anzeige bringt und ob dieser Werbekunde für andere Keywords möglicherweise mehr zahlen würde, das ließ sich auch nach aufwendigen Recherchen nur erahnen. Google teilt Seitenbetreibern einmal monatlich nur die Gesamtsumme ihrer Werbeerlöse mit. Der Adsense-Markt hat eine nicht unerhebliche Größe: Im vergangenen Jahr verteilte Google 650 Millionen Euro an die deutschen Teilnehmer des Programms.
Mit einem neuen Online-Werkzeug erhöhen sich für Webmaster jetzt die Chancen, demnächst ein größeres Stück von dem Google-Kuchen zu bekommen. Seit dem heutigen Donnerstag ist der "Klickpreisdetektor" online gestellt, der es laut Entwickler Marc Wäsche möglich macht, die Adsense-Preise auf einer bestimmten Website mit einer Genauigkeit von plus/minus sieben Prozent festzustellen. Der erwartete Vorteil: Über die Filterung der Inserenten und die Änderungung von Schlüsselwörtern lassen sich die Werbeeinnahmen der Seite erhöhen, möglicherweise jedenfalls. Erste Blogs berichten bereits von positiven Erfahrungen.