Ein Problem für die Ausweisung könnten die Kosten der Erhebung sein. Ad Networks arbeiten mit immensen Reichweiten und arbeiten selten mit exklusiven Sites, sondern eher mit Restplatzvermarktung. Favorisiert wird deshalb ein Modell, das nicht Cookie-basiert, sondern AdCall-basiert ist. Dabei werden die Anzahl der möglichen Werbemittelauslieferungen gemessen. Dabei können aber gleichzeitig die Cookies der internet facts ausgelesen werden. "So kann eine Verbindung zwischen den gemessenen, anonymen Nutzungsdaten und den später profilierten anonymen Unique Client- und Unique User-Daten ermöglicht werden", so die AGOF. Die Daten für die AdNetworks und der internet facts greifen also auf die gleichen profilierten Daten zurück. Trotzdem: Die AGOF strebt eine strikte Trennung der beiden Studien an: Als Gründe nennt sie einerseits die doppelten Reichweiten andererseits die andere Mess-Methodik.

Im Ausland arbeiten die Ad Networks mit den anderen Dienstleistern zusammen, da sich verschiedene Standards etabliert haben. Alternativen sind ComScore und Nielsen. Sollte in Deutschland eine Ausweisung über die AGOF nicht möglich sein, könnten die Ad Networks auch hierzulande diese Anbieter fördern. Dennoch: Den Ad Networks bevorzugen eine Ausweisung in der AGOF, da diese etabliert ist. Die Beteiligten glauben an einen guten Ausgang: "Wir sind davon überzeugt, dass es zukünftig für alle eine positive Lösung gibt", so Arndt Groth.