Für die Hannoveraner war laut Wiegmann München eine naheliegende Lösung: In Bayern werde Design gefördert, was man nicht über viele Bundesländer sagen könne. Argumente lieferte ihm Kurt Kapp, Leiter Wirtschaftsförderung der Stadt München: Eine Studie des Instituts Prognos habe 2007 ergeben, dass rund 30 Prozent der Arbeitsplätze in München im engeren und weiteren Sinne dem Design zugerechnet werden können. Das beginnt beim Handwerk und reicht über Medien- und Kommunikationsdesign bis zu Produktdesign und Architektur.

Diskutiert wurde der Name der Konferenz. Abgesehen von der internationalen Einsetzbarkeit, daher englische Begriffe, habe man bewusst "Creative" statt "Design" gewählt, um auch Gestalter einzufangen, die sich nicht selbst als Designer begreifen, etwa Architekten. Das führt Silke Claus aus, Geschäftsführerin von Bayern Design. iF-Chef Wiegmann ergänzte, dass der Begriff "Business" deutlich die Abgrenzung zu Kunst und Kultur deutlich mache: "Es geht um Gestaltung mit wertschöpfender Orientierung", sagte er.

Nun haben die Ausrichter ein Jahr Zeit, das konkrete Programm auszuarbeiten, Partner ins Boot zu holen und eine Kampagne zu entwickeln, die die Ziele klar kommuniziert. Beteiligungsvorschläge sind ausdrücklich erwünscht. Geplant sind etwa Workshops und Ausstellungen, aber auch "Design-Touren" durch München. Hier werden noch Partner für Veranstaltungen, als Sponsoren oder Gastgeber gesucht.


Autor: Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Die Lieblingsthemen von @DieRedakteurin reichen von abenteuerlustigen Gründern über Medien und Super Bowl bis Streaming. Marketinggeschichten und außergewöhnliche Werbekampagnen dürfen aber nicht zu kurz kommen.