München wird Gastgeber einer internationalen Design-Woche
Ab 2012 gibt es die "Munich Creative Business Week". Hier sollen sich themenübergreifend Gestalter, Unternehmen, Wissenschaftler und Laien treffen. In diesem Rahmen wird künftig das iF (international Forum Design) seine Wettbewerbe bündeln und alle vier Design-Preise verleihen.
Die internationale Design-Szene nach München locken, Anziehungspunkt für dieses heterogene Publikum werden, Gestalter und Wirtschaft zusammenbringen, Trends setzen und wegweisende Gedanken austauschen: Das sind die Ziele der Munich Creative Business Week. Von 7. bis 12. Februar 2012 wird die Kreativindustrie erstmals in Bayern zu dieser Design-Woche zusammenkommen. Ausrichter ist die Bayern Design GmbH, als Partner sind iF (international Forum Design), Hannover/Köln, und die BMW Welt dabei. Die Landeshauptstadt München und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft unterstützen das Projekt. Weitere Partner werden gesucht. Das Konzept wurde heute von den Beteiligten in München präsentiert.
Herzstück der Design-Tage sind die iF Design Awards Night und die iF Trend Konferenz. iF hat hierfür seine Wettbewerbe komplett neu ausgerichtet. Die Arbeiten werden einen gemeinsamen Einreichungstermin, einen gemeinsamen Jurytermin und eine Preisverleihung bekommen: Egal ob Kommunikation, Produktdesign, Material oder Verpackung: Anmeldeschluss ist am 31. August 2011, im Oktober wird die Jury tagen, die Siegerehrung findet am 10. Februar 2012 anlässlich der Munich Creative Business Week (MCBW) in der BMW Welt statt. Hier übergibt iF seit drei Jahren bereits die Communication Design Awards. Mit dem neuen Terminplan und der MCBW sei man nun "Taktgeber eines Jahres in der internationalen Designwelt", sagte iF-Geschäftsführer Ralph Wiegmann.
Für die Hannoveraner war laut Wiegmann München eine naheliegende Lösung: In Bayern werde Design gefördert, was man nicht über viele Bundesländer sagen könne. Argumente lieferte ihm Kurt Kapp, Leiter Wirtschaftsförderung der Stadt München: Eine Studie des Instituts Prognos habe 2007 ergeben, dass rund 30 Prozent der Arbeitsplätze in München im engeren und weiteren Sinne dem Design zugerechnet werden können. Das beginnt beim Handwerk und reicht über Medien- und Kommunikationsdesign bis zu Produktdesign und Architektur.
Diskutiert wurde der Name der Konferenz. Abgesehen von der internationalen Einsetzbarkeit, daher englische Begriffe, habe man bewusst "Creative" statt "Design" gewählt, um auch Gestalter einzufangen, die sich nicht selbst als Designer begreifen, etwa Architekten. Das führt Silke Claus aus, Geschäftsführerin von Bayern Design. iF-Chef Wiegmann ergänzte, dass der Begriff "Business" deutlich die Abgrenzung zu Kunst und Kultur deutlich mache: "Es geht um Gestaltung mit wertschöpfender Orientierung", sagte er.
Nun haben die Ausrichter ein Jahr Zeit, das konkrete Programm auszuarbeiten, Partner ins Boot zu holen und eine Kampagne zu entwickeln, die die Ziele klar kommuniziert. Beteiligungsvorschläge sind ausdrücklich erwünscht. Geplant sind etwa Workshops und Ausstellungen, aber auch "Design-Touren" durch München. Hier werden noch Partner für Veranstaltungen, als Sponsoren oder Gastgeber gesucht.