Meine Marken: Armin Angerer
Armin Angerer, Managing Partner der Perter Schmidt Group, trinkt zwar nur Wasser und liebt gutes Essen. Aber steht auch zu seinen McDonald's-Ausrutschern und den "Gier"-Einkäufen bei der Tanke.
Armin Angerer, Managing Partner der Perter Schmidt Group, trinkt zwar nur Wasser und liebt gutes Essen. Aber steht auch zu seinen McDonald's-Ausrutschern und den "Gier"-Einkäufen bei der Tanke.
Für welche Marke haben Sie früher das meiste Taschengeld geopfert?
Ja, auch ich: Yps (mit Gimmick) und für die Eissorte Jolly!
Und für welche Marke würden Sie heute eine richtige Stange Geld ausgeben und sich einen lang gehegten Traum erfüllen?
Meine Träume haben nur teils mit klassischen Marken zu tun. Wenn ich Geld ausgebe, dann meistens für individuelle Dinge, die hochwertig gemacht sind, z.B. handwerkliche Einzelanfertigungen von Möbeln, Lampen, aber auch gutes Essen. So etwas imponiert mir. Ich würde allerdings schwach werden, wenn ich ein Original-Käfer Cabrio in Top-Zustand finden würde. Mein erstes Auto war ein VW-Käfer, den ich oft und gerne zerlegt und wieder zusammengeschraubt habe.
Wie lange währt Ihre längste Marken-Beziehung? Und welcher Marke sind so lange treu geblieben?
Meine längste Marken-Beziehung habe ich wahrscheinlich mit meiner Brille (Hugo Boss) – die wurde einfach seit über 10 Jahren nicht ausgetauscht. Ich habe sie übrigens völlig unabhängig davon ausgesucht, dass wir noch länger für Boss arbeiten. Sie gefiel mir einfach und passte zu meinem Kopf.
Mal ehrlich: Welche Markenbeziehung von früher ist Ihnen heute eher peinlich?
Das ist zwar nicht wirklich eine Markenbeziehung, aber mein Führerscheinbild zeige ich nicht jedem. Ansonsten ist mir in puncto Marke eigentlich nichts peinlich.
Gibt es ein Werbegeschenk, ein Give-Away, das Sie – trotz Aufdruck – gern benutzen oder tragen? Von wem haben Sie es bekommen?
Solange ein weißer Elefant drauf ist, benutze ich alles. Und das nicht nur, weil Elefanten in der indischen Mythologie göttliche Wesen darstellen. Als ich 1991 als Praktikant bei Peter Schmidt anfing, war ein weißer Elefant auf meinem Vertrag und hat sich im Nachhinein als gutes Omen entpuppt. Peter Schmidt hatte ihn übrigens ursprünglich für die erste Tchibo-Teesorte entworfen und ihn später als Logo für seine Firma adaptiert.
Geht da was: Mit welcher Marke kann man heute überhaupt noch einer Frau imponieren?
Nur mit der eigenen – wenn dem nicht so ist, sollte man das Vorhaben grundsätzlich überdenken.
Bei Heißhunger: Für welchen (Marken-)Einkauf fahren Sie nachts extra noch zur Tanke?
Wenn es wirklich mal dazu kommt, herrscht bei mir „Lust und Gier“ nicht „Marke“ – und da geht dann (leider) alles von - Bifi bis Jägermeister!
Andererseits gibt’s bei mir in der Schanze (Hamburger Stadtteil) bis spät in die Nacht internationale Alternativen jeder Art inkl. „goldenem M“, wo ich dann auch oft Bekannte treffe, die eigentlich von sich immer behaupten, nie zu McDonalds zu gehen.
Wenn Sie sich spontan entscheiden müssten, welche Marke ist Ihnen sympathischer?
Bayern München – Rapid Wien
Billa - Aldi
H&M - Dolce & Gabbana
Nike - Adidas
Apollinaris - Vöslauer
Zeit - Spiegel
Manner Schnitten – Balisto
Der Standard – Die Süddeutsche
Champions League – Formel 1
Lego - Playmobil
Wenn Sie ein Testimonial sein dürften, für was würden Sie Ihren Kopf hinhalten (bitte nicht ihren Arbeit- oder Auftraggeber, das tun Sie ja ohnehin!)? Welchen Markenkern würden Sie repräsentieren?
Bei meinem Kopf drängt sich z.B. Alpecin doch förmlich auf, oder? Da könnten die echt was beweisen! Markenkern: Wer das schafft, kann alles!
Waren Sie denn schon mal tatsächlich in einer Kampagne zu sehen?
Nein.
Wer dürfte Sie sponsern?
Tolle Restaurants wie das „Noma“ in Kopenhagen oder das „El Bullie“ gerne! Für gutes Essen mache ich fast alles.
Drehen wir mal den Spieß um: Wir haben uns mal Gedanken gemacht, für welche Marke Sie als Testimonial Pate stehen könnten. Sind die Salzburger Festspiele für Sie eher ein Kompliment oder eine Beleidigung? Warum?
Weder Kompliment noch Beleidigung, ich wäre einfach für deren Zielgruppe einfach ziemlich irrelevant. Aber ich habe vor vielen Jahren mit Peter Schmidt an der Gestaltung eines Bühnenbildes für die Hamburger Staatsoper mitgearbeitet. So etwas wieder mal zu machen - einen Raum zu gestalten, in dem Musik sich entfalten kann - wäre eine spannende Sache. Es müsste auch nicht gleich wieder Mahler sein.