Shitstorm:
Mexikanische Barbie mit Reisepass: Twitter-Nutzer werfen Mattel Diskriminierung vor
Der Spielwarenhersteller Mattel verteidigt sich im Netz gegen Kritik an seiner neuen mexikanischen Barbie. Auf Twitter und Facebook beschweren sich die Nutzer, dass die Puppe in Folklorekleid Vorurteile schüren würde.
Der Spielwarenhersteller Mattel verteidigt sich im Netz gegen Kritik an seiner neuen mexikanischen Barbie. Die Puppe aus der Kollektion "Dolls of the World" trägt ein rosa Folklore-Kleid, hat einen Chihuahua unter dem Arm und wird mit einem Reisepass geliefert. Mehrere Internetnutzer werfen Mattel auf Twitter und Facebook vor, mit dem Design Vorurteile gegen Mexikaner zu verbreiten.
"Sie kommt mit einem Pass, damit wir wissen, dass sie legal hier ist?", twitterte etwa die Nutzerin @AnniePerezChica. "Die mexikanische Barbie ist eine totale Beleidigung". Der Nutzer @ruz_twitts_here schrieb: Ganz toll - bringt unseren Kindern Diskriminierung bei." Mattel antwortete zunächst nur via Twitter an die Nutzer: "Die mexikanische Barbie ist eine von 100 'Dolls of the World'. Die aktuellen Puppen tragen landestypische Kleider und haben einen Pass und ein Tier." Da die Beschwerden aber nicht abrissen, veröffentlichte Mattel nun eine komplette Stellungnahme auf ihrer Site. Darin heisst es unter anderem: Man habe sich sogar mit der mexikanischen Botschaft zu der Barbie beraten, insbesondere in Hinsicht auf die Auswahl des Chihuahuas. Mit der mexikanischen Barbie- wie mit der gesamten Puppen der Welt-Kollektion - wolle man kulturelle Unterschiede und Traditionen feiern und Mädchen die Welt durchs Spielen näher bringen. (dpa/lr)