2. Neugier: Man kann viel über Android lesen. Man muss es aber erleben. Wie soll man Android und die Google-Strategie dahinter sonst auch beurteilen können? Also: Berufliches Interesse und technische Neugier sprechen für ein Android-Gerät im Haushalt. Bis jetzt hat mich einiges angenehm überrascht, anderes verstehe ich noch nicht. Aber das wird sich zeigen. Auf jeden Fall ist es spannend, eine neue Welt jenseits des Apple-Horizonts kennenzulernen. Sehr gut klappte übrigens die Synchronisierung meiner iTunes-Inhalte über eine App namens Double Twist. Schauderhaft ist eine bestimmte Ansicht des Google-Kalenders. Aber das kann man dem Gerät vielleicht noch abgewöhnen. Wir werden sehen.

3. Die Liebe zu Apple. Das klingt als Begründung für ein Android-Handy ziemlich bescheuert, aber: Jeden Tag auf drei Endgeräten dasselbe Apple-Antlitz stumpft selbst den größten Design-Fan irgendwann ab. Der typische Sättigungseffekt eben. Auf welches Schnitzel soll ich mich noch freuen, wenn ich nichts anderes mehr vorgesetzt bekomme? (Gut, im Büro ist da noch dieser Windows-PC, aber das ist ein anderes Kapitel). Immer mal wieder ein bisschen Abwechslung als Garant für eine stabile Beziehung: Das wäre wahrscheinlich keine gute Strategie für eine Ehe. Aber in der digitalen Welt passt das schon.

3a. Ein Argument derjeniger, die Apple zu lieben glauben. "Toll, wenn plötzlich alle Samsung-Smartphones kaufen, dann sind wir Apple-Fans endlich wieder was Besonderes.“ Liebe so genannte Apple-Fans, seit ich vor zwei Jahren die erste rosafarbene iPhone-Hülle gesehen habe, die der Prinzessin-Lillyfee-Zeichner im Vollrausch entworfen haben muss, weiß ich: Ein iPhone wird nie wieder etwas Besonderes sein. Und wenn ihr das wirklich glaubt, dann will ich euch nicht dabei stören.

Übrigens: Vielleicht möchte Apple selbst ja auch nichts mehr Besonderes mehr sein. Der neue iPhone-Spot könnte jedenfalls genau so gut von Samsung, HTC oder Nokia stammen:


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Autor: W&V Redaktion

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