Ostrowkis vorletzte Bertelsmann-Bilanz glänzt
Hartmut Ostrowski kann in seinen letzten Monaten an der Spitze von Bertelsmann tolle Zahlen vorlegen: Der Medienrise hat neun Monaten des Geschäftsjahres 2011 sowohl Umsatz als auch Konzernergebnis gesteigert.
Europas größter Medienkonzern Bertelsmann hat nach neun Monaten des Geschäftsjahres 2011 sowohl Umsatz als auch Konzernergebnis gesteigert. Damit kann der scheidende Konzernlenker Hartmut Ostrowski bei seiner vroletzten Bilanz glänzen. Alle Unternehmensbereiche hätten zu Plus beigetragen, teilt das Unternehmen mit, das unter seinem Dach die RTL Group, den Buchverlag Random House, das Zeitschriftenhaus Gruner + Jahr und die Dienstleistungstochter Arvato vereint.
Das bedeutet aber auch, dass Finanzchef Thomas Rabe, der zum Jahreswechsel den Vorstandsvorsitz von Hartmut Ostrowoski übernimmt, unter guten Voraussetzungen seinen Chefposten antritt: So legen die Gütersloher im dritten Quartal beim Konzernumsatz um gut zwei Prozent auf 10,7 Milliarden Euro zu (Vorjahreszeitraum: 10,5 Milliarden Euro). Das Ergebnis wächst von 357 Millionen Euro in den ersten drei Quartalen 2010 auf nun 377 Millionen Euro - ein Plus von rund sechs Prozent. Dieser Anstieg sei vor allem auf ein "deutlich verbessertes Finanzergebnis" zurückzuführen, welches 2010 durch Kapitalmaßnahmen belastet war, so der Konzern. Das Operating EBIT bleibt, belastet durch "planmäßige Anlaufverluste für den Aufbau neuer Geschäfte", mit 1,03 Milliarden Euro leicht unter Vorjahr (1,04 Milliarden Euro).
Was das Gesamtjahr 2011 angeht, bleibt Bertelsmann "zuversichtlich", man bestätige die Prognose eines "moderat über Vorjahr liegenden Umsatzes, eines Operating EBIT leicht unter und eines Konzernergebnisses über Vorjahr". Die Zahl der Mitarbeiter hat sich seit Jahresbeginn von rund 97.500 auf derzeit rund 100.200 Beschäftigte erhöht.