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Precht prangert Leserreporter an: "Spitzelei" wie bei der "Stasi"
Der Philosoph Richard David Precht macht gegenüber "Persönlich" klar, dass einige Medien mehr als einen Schritt zu weit gehen – wie "Bild".
Der Philosoph Richard David Precht ist bekannt dafür, dass er Entwicklungen in Gesellschaft und Medien markig einordnet – wie etwa die Veränderungen der Kommunikation durch Facebook. In einem Interview mit dem Schweizer Branchendienst "Persönlich" prangert der ZDF-Moderator nun die Arbeit der Boulevardmedien an. Unter der Überschrift "Medien betreiben moralische Skandalisierung" bedauert es Precht, dass "sich die Yellow-Press-Berichterstattung mittlerweile auf die politische Berichterstattung ausgeweitet hat". Als Beispiele führt er im Gespräch mit dem Magazin "die Geschichte um Horst Seehofer und sein uneheliches Kind, das Privatleben oder die Vorgeschichte von Bettina Wulff" an. Über solche Dinge hätten Medien früher nicht berichtet, meint der Denker. Dadurch würde "die moralische Skandalisierung" erleichtert.
Precht macht gegenüber "Persönlich" klar, dass einige Medien mehr als einen Schritt zu weit gehen würden – wie etwa "Bild". Das Springer-Blatt beschäftige beispielsweise "hunderte von Handyfotografen, die auf Events gehen, um da irgendwie zu gucken, ob ein Promi mit der Nase zu nahe an einer Frau ist", so Precht, der am heutigen Mittwoch bei der 12. Goldbach Mediarena zusammen mit anderen internationale Referenten über gesellschaftliche Megatrends diskutiert. Richard David Precht meint: "Das ist Spitzelei. Damit übernehmen Boulevardmedien die Rolle der Stasi und ich finde, dass man sich viel mehr darüber aufregen sollte."