Radikales Bezahlmodell vergrault "Times"-Leser
Knapp drei Wochen nach dem Paid-Content-Start der "Times" sickern erste Zahlen durch. Das Murdoch-Blatt hat offenbar massiv an Traffic verloren.
Knapp drei Wochen nach dem Paid-Content-Start der "Times" sickern erste Zahlen durch. Nach Angaben der Marktforschungsplattform Experian Hitwise verlor das Portal rund ein Drittel der Visits. Der Marktanteil im Segment der britischen Zeitungs-Websites sank von 4,37 Prozent auf 1,85 Prozent. Das Medienhaus selbst hat sich dazu noch nicht geäußert.
Um so kommunikativer ist die Konkurrenz von "The Guardian": Das Blatt meldet auf seiner Website, die "Times" habe sogar 90 Prozent Traffic verloren. Demnach sei die Zahl der täglichen Visits seit Februar von 1,2 Millionen auf 195.000 zusammengeschrumpft. Die "Times" ist seit dem 2. Juli komplett kostenpflichtig. Eine Ausgabe kostet ein Pfund. Für zwei Pfund kann der User eine Woche lang lesen. 150.000 Abonnenten der Print-Ausgabe erhalten den Zugang kostenlos.