Studie: Die Frauenquote lässt Facebook-Nutzer kalt
Interactivelabs untersucht die Diskussion zur Frauenquote im Social Web. Ergebnis: Sie fand vor allem auf Twitter statt, weniger in Netzwerken wie Facebook. Und sie wurde ziemlich neutral geführt.
Die gesetzliche Frauenquote wird auch im Social Web heiß diskutiert. Oft jedoch recht neutral: 72 Prozent lassen in ihren Posts und Kommentaren keine eindeutige Meinung durchblicken. Aber: etwa ein Viertel nennt die Frauenquote in einem positiven Zusammenhang. Lediglich vier Prozent im deutschsprachigen Social Web diskutieren eindeutig negativ. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Augsburger Web 2.0-Analysten Interactivelabs.
Rund zwei Drittel des Diskussionsvolumens zur Frauenquote im Social Web spielt sich auf Microblogging-Plattformen und Blogs ab. Als Austauschkanal am intensivsten genutzt wird dabei der Kurznachrichtendienst Twitter. Netzwerke wie Facebook spielen bei der Diskussion hingegen kaum eine Rolle: nur 0,3 Prozent der analysierten Posts beschäftigen sich mit der Frauenquote.
Im Untersuchungszeitraum von ersten Januar bis 27.Februar gab es im Web 2.0 insgesamt knapp 20.000 Nennungen des Begriffs Frauenquote. Den Peak erreichte das Diskussionsvolumen am 31. Januar, als das Thema auf EU-Ebene diskutiert wurde.