Verleger wollen Steuernachlass für E-Paper
Unmittelbar vor dem Deutschland-Start des iPad fordern die Zeitschriftenverleger Rückendeckung von der Bundesregierung. Laut Spiegel Online setzt sich der Verlegerverband VDZ vehement für Steuerermäßigungen beim E-Paper ein.
Unmittelbar vor dem Deutschland-Start des iPad fordern die Zeitschriftenverleger Rückendeckung von der Bundesregierung. Laut Spiegel Online setzt sich der Verlegerverband VDZ vehement für Steuerermäßigungen beim E-Paper ein.
Der Stein des Anstoßes: Kostenpflichtige E-Paper werden derzeit mit 19 Prozent Umsatzsteuer belegt, während gedruckte Presseerzeugnisse das Sieben-Prozent-Privileg genießen. "Es entbehrt jeder inneren Logik, gleiche Inhalte unterschiedlich zu besteuern", zitiert Spiegel Online VDZ-Geschäftsführer Wolfgang Fürstner.
Die Diskussion ist nicht neu, dürfte bei steigenden E-Paper-Umsätzen aber noch Fahrt aufnehmen. Vor allem vom neuen Distributionskanal iPad erhofft sich die Medienbranche den Durchbruch bei kostenpflichtigen Digital-Inhalten. Über das Apple-Gerät, das am 28. Mai auf den deutschen Markt kommt, können nicht nur Zeitungen und Zeitschriften, sondern auch komplette Bücher abgerufen werden. Am liebsten wäre den Verlegern natürlich das britische Modell: Das Vereinigte Königreich verzichtet komplett auf Umsatzsteuer für Presseerzeugnisse.