Videoblog "Caught in Cannes": Lernen von den Schwellenländern
Till Hohmann, Kreativchef von JWT Deutschland, trifft in seiner Videoreihe "Caught in Cannes" in Kooperation mit W&V täglich Branchenkollegen aus aller Welt in Cannes. Diesmal spricht er unter anderem mit Direct-Juror Myles Lord von Heimat, Simon Silvester von Wunderman, UK, und Akin Adesola aus Nigeria.
Seit diesem Jahr nennt sich Cannes das "International Festival of Creativity" und nicht mehr "International Advertising Festival". Warum das Sinn macht und was dies für die Arbeit der Jury bedeutet, erklärt Myles Lord, CD von Heimat, und deutscher Direct-Juror im Interview mit Till Hohmann. Der Kreativchef von JWT Deutschland trifft in seiner Videoreihe "Caught in Cannes" in Kooperation mit W&V täglich Branchenkollegen aus aller Welt.
"Kreative Ideen können auch eine gute Business-Idee sein", so Lord. Das zeige exemplarisch der Direct Gold Gewinner aus Südkorea. Die Agentur Cheil Worldwide hat dabei einen ganz neuen Vertriebsweg für ihren Kunden Tesco erfunden. Für die Supermarktkette hängte Cheil Billboards in U-Bahn-Stationen, die echten Verkaufsregalen in den Märkten ähnelten. Auf den abgebildeten Produkten waren QR-Codes aufgedruckt, über die Passanten das jeweilige Produkt über ihr Smartphone direkt nach Hause bestellen konnten. "Mit so einer kreativen Idee bekommen sie einen sehr glücklichen Kunden", sagt Lord. Und von der Media-Jury gab es dafür sogar den Grand Prix.
Mit Simon Silvester, Wunderman, UK spricht Till Hohmann über dessen neues Buch: "How to dominate the world". Darin stellt er klar, dass Marken sich viel stärker um die sieben von acht Kunden kümmern müssen, die in "developing markets" leben. Was Akin Adesola von Lowe Lintas Lagos aus Nigeria nur bestätigen kann, der berichtet, wie rasant sich die Werbebranche in seinem Land entwickelt.