W&V Eventreport: Drei Tenöre mit dem Megaphon
Das "Jahrbuch der Werbung" hat herausragende Kommunikation mit den begehrten Megeaphonen prämiert. W&V-Chefredakteur Jochen Kalka war bei der Preisverleihung dabei.
Es ist in der schillernden Werbewelt schon fast ein Klassiker: Ein bisschen ist es wie bei den drei Tenören, wenn die drei Herausgeber des Jahrbuchs der Werbung bei dem Megaphon-Event ihre Reden schwingen: Peter Strahlendorf, Willi Schalk (Ex-BBDO) und Helmut Thoma, der Erfinder der 29/49-Zielgruppendefinition. Der Dinner-for-One-Effekt war wieder garantiert, als Thoma & Co über tigerkopfartige Worte stolperten. Meisterhaft navigierte Moderator Dieter Moor durch die Klippen der Laudatien im Labels Berlin, unweit des Ostbahnhofs.
Das Publikum, rund 400 Kreative und Werbekunden, ging mit wie eine Laola-Welle und freute sich neidlos über jeden Gewinner. Darunter waren die Berliner Agentur Heimat (Agentur des Jahres), Lukas, Lindemann, Rosinski (Newcomer-Agentur des Jahres), Kempertrautmann (TV-Spot für Audi), Tribal DDB Hamburg (Ambient für Deutsche Telekom), Euro RSCG (Direktmarketing für Quirin Bank), Heimat (Kampagne für Hornbach), nochmals Heimat für die integrierte Kampagne für die Volksbanken Raiffeisenbanken und die Publicis Group Austria mit Saatchi & Saatchi Deutschland für „Rain of Flowers“, ein Event für T-Mobile Austria).
Auch Kleinagenturen wie Elbkind (Digitale Medien für Ritter Sport) oder die Trio Group (B-to-B für Art to move) haben abgesahnt. Elbkind-Geschäftsführer Tobias Spörer freute sich wie ein Kind, unter „all den Großen der Branche sein zu dürfen“, vor zwei Jahren erst hatte er seine Agentur gegründet. Die Party nach der Preisverleihung ging bis tief in die Nacht. Gegen Mitternacht ging zwar der Sekt aus, doch gab es bis zum Schluss Wein, Becks und Cocktails. Die Besucher waren sich einig: Es war die beste Megaphon-Verleihung aller Zeiten.