Splitter:
Was sonst noch in der Medienbranche passiert
RTL herzt den "Bachelor", FDP druckst bei der Lex Google, Deutsche Bank geht bei Dogan raus: Was sonst noch los ist.
RTL. Verpasst dem "Bachelor" seine Traumfrau, die laut Bild.de aber schon wieder passé ist. Nichtsdestotrotz: Im Finale schenkte Jan Alissa die letzte Rose und damit sein Herz - ab 21.15 Uhr sahen insgesamt 4,97 Millionen Zuschauer zu (Gesamtmarktanteil 15,2 Prozent). Beim jungen Publikum (14 bis 49 Jahre) erreichte die Folge 22,2 Prozent Marktanteil – womit "Der Bachelor" trotz Champions League im ZDF die erfolgreichste Sendung des Tages bei den jungen Zuschauern war.
FDP. Die Partei beziehungsweise Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler stellt für Verlage ein Leistungsschutzrecht nach französischem Vorbild in Aussicht. Er sagte bei einer von dem Mobilfunkanbieter E-Plus organisierten Gesprächsrunde, dass es im Streit zwischen Presseverlagen und Internetunternehmen wie Google in Deutschland eine ähnliche Lösung wie in Frankreich geben könnte. Dort einigten sich Verlage mit Google jüngst darauf, dass das Internetunternehmen 60 Millionen Euro in einen Fonds einzahlt, der digitale Innovationen der Verlage fördern soll. Außerdem hilft Google den Verlagen bei der Vermarktung ihrer Angebote mit Onlinewerbung. "Ob das nun gut ist oder nicht, steht mir nicht zu", sagt Rösler. "Aber zumindest gab es eine andere Lösung jenseits der gesetzgeberischen." Allgemein gibt es in der Bundesregierung Zweifel, ob das von Schwarz-Gelb geplante Leistungsschutzrecht eine Mehrheit im Parlament findet. Rösler: "Offenbar ist der Weg, den ich vorgeschlagen habe, nicht der Weg, den die Mehrheit des Parlaments momentan akzeptiert. Schade, wie ich finde." Auch unter FDP-Abgeordneten gebe es Bedenken gegen das Gesetz. Das geplante Leistungsschutzrecht sieht vor, dass Internetanbieter, die automatisch Nachrichten von Verlagsseiten sammeln und darstellen, dafür von den Verlagen eine Lizenz bekommen müssen. Es zielt auf Suchmaschinenanbieter und Ersteller von Nachrichtensammlungen. Via dpa.
Deutsche Bank. Hat sich von ihrem Anteil am türkischen Zeitungsverlag Dogan Gazetecilik getrennt. Der türkische Medienkonzern Dogan Yayin gibt bekannt, er habe die Beteiligung von 22 Prozent für 122,3 Millionen Euro erworben. Damit hält Dogan Yayin nun knapp 93 Prozent an Dogan Gazetecilik, der unter anderem die türkische Tageszeitung "Milliyet" herausgibt. Das größte deutsche Geldhaus war 2007 für rund 65 Millionen Euro bei Gazetecilik eingestiegen. Der deutsche Medienkonzern Axel Springer besitzt einen Anteil an der Yayin-Tochter Dogan TV, in der die Fernseh- und Radioaktivitäten gebündelt sind. Per Mail.
RiC. Der Ende 2012 gestartete Münchner Kindersender und die TV-Magazin und Media GmbH & Co. KG aus dem Rhein-Main-Gebiet arbeiten in Zukunft stärker zusammen. So wird RiC zukünftig in den TV-Magazinen des Verlags gelistet, die in allen Aldi-Süd-Filialen kostenlos aufliegen. Im Gegenzug startet ein neues Programmfenster auf dem zum Verlag gehörenden Metropolensender Rheinmain-TV: "Wackelzahn TV", das mit Programmen von RiC gespeist wird, ist täglich von 8.30 bis 9.00 Uhr und von 12.00 bis 12.30 Uhr zu sehen. Per Mail.