WebTV: Keine Spur von Konsolidierung
W&V zieht eine Zwischenbilanz bei den Bewegtbild-Aktivitäten der Print- und TV-Marken im Internet.
Verwirrung im Bewegtbild-Markt: Alle Marktteilnehmer sind sich einig darin, dass ohne Videos im Netz künftig kaum ein Medienauftritt mehr Bestand haben kann. Zudem wird zunehmend deutlich, dass Bewegtbilder auch werblich wirken: Der Portalbetreiber Yahoo veröffentlichte diese Woche beispielsweise eine Studie, der zufolge audiovisuelle Werbemittel unter Nutzern die höchste Wahrnehmung im Vergleich zu statischen Werbeflächen im Web erreichen.
Doch nach wie vor sind Videos für die Betreiber ein Verlustgeschäft. Die 3,62 Millionen Werbe-Euro, die laut Nielsen Media Research Werbungtreibende im ersten Halbjahr 2008 für Video-Ads ausgegeben haben sollen, sind netto in Wirklichkeit deutlich weniger. Zudem existiert noch keine einheitliche Reichweitenmessung. Auch gilt der Markt als zu fragmentiert, als dass Werbungtreibende mehr als Spielgeld investieren würden. Spezialvermarkter, wie Smartclip, sind schon froh, wenn sie sechsstellige Etats an Land ziehen können.