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Windows 7 schneidet in Sozialen Netzwerken gut ab

Windows 7 scheint Microsoft geglückt zu sein. Eine Social-Media-Untersuchung von Empolis untersuchte die Reaktionen im Internet. Negative Beiträge hielten sich in Grenzen.

Text: Ralph-Bernhard Pfister

4. Dezember 2009

Microsoft hat mit dem neuen Betriebssystem Windows 7 offenbar einen Treffer gelandet. Das zeigt eine Auswertung von Social-Media-Angeboten der Software-Firma Empolis und der Fachhochschule Kaiserslautern. Von rund 108.000 untersuchten Beiträgen in Blogs und Foren waren kaum negative Beiträge zu finden. Angesichts vieler kritischer Microsoft-User ist das durchaus bemerkenswert.

Insgesamt ermittelte Empolis 90 Prozent neutrale Beiträge, die eindeutig positiven oder negativen Tendenzen waren in rund zehn Prozent aller Beiträge zu finden, davon die überwiegende Mehrzahl positiv. Die negativen Beiträge beinhalteten am häufigsten Assoziationen wie "schlecht“, "langsam“, und "teuer“.

Ein Grund für das positive Abschneiden sei laut Stefan Wess, Geschäftsführer von Empolis Deutschland, dass Microsoft sehr professionell und zeitnah auf die Diskussionen und Beiträge in sozialen Medien eingegangen sei. Das liegt auch daran, dass für Microsoft Social-Media-Tools unbestritten fest zum Kommunikationsmix gehören, wie Microsofts Director of Communications, Thomas Mickeleit, erklärt. Aus Unternehmenssicht sei die Verbreitung von Informationen über Medien nur mehr ein möglicher Kanal. "Blogs, Communities wie Flickr oder Facebook stellen weitere Kanäle dar“, so Mickeleit (siehe W&V Ausgabe 47/09).

Das macht sich in Zahlen bemerkbar. Von 43 000 Beiträgen unmittelbar nach dem Launch von Windows 7 am 22. Oktober erschienen nur 333 in größeren Online-Nachrichtenmedien, 8600 in Micromedien, knapp über 10 000 in Blogs mit 1000 Antworten und 3900 in Foren, sogar mit über 19400 Folgebeiträgen.

Für den Umgang mit Social Media-Angeboten sind daher Strukturen in Unternehmen nötig. Neben Personal gehört dazu auch Monitoring. Empolis, eine Tochter der amerikanischen Attensity Group, beobachtet das Web. Das Unternehmen, das sich auf die Analyse von unstrukturierten Daten spezialisiert hat, kommt auf einen Jahresumsatz von etwa 50 Millionen Dollar. Rund 20 Prozent davon entfällt inzwischen auf Social Media-Analyse.


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Autor: Ralph-Bernhard Pfister

Ralph Pfister ist Koordinator am Desk der W&V. Wenn er nicht gerade koordiniert, schreibt er hauptsächlich über digitales Marketing, digitale Themen und Branchen wie Telekommunikation und Unterhaltungselektronik. Sein Kaffeekonsum lässt sich nur in industriellen Mengen fassen. Für seine Bücher- und Comicbestände gilt das noch nicht ganz – aber er arbeitet dran.


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