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Womit Kabel Deutschland Geld verdient

Deutschland größter Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland meldet Gewinn für das erste Halbjahr seines Geschäftsjahres 2011/2012 – und das, obwohl Kabelanschlüsse verloren gehen. Das Plus kommt woanders her...

Text: Petra Schwegler

15. November 2011

Kabel Deutschland verliert weitere Kabelkunden. Dass Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber dennoch einen Gewinn für das erste Halbjahr seines Geschäftsjahres 2011/2012 melden kann, hat das Münchner Unternehmen dem "Triple Play" zu verdanken. Der Konzern schreibt mehr Pay-TV-Abos und hat im Telefonie- und Internet-Bereich zugelegt – damit ist Kabel Deutschland endlich deutlich in der Gewinnzone angekommen. Konzernchef Adrian von Hammerstein betont in einer Mitteilung, man habe inzwischen "nachhaltig die Gewinnzone erreicht“.

Unterm Strich verdient das inzwischen börsennotierte Unternehmen 44,9 Millionen Euro. Wie Kabel Deutschland am Dienstag weiter mitteilt, hat sich die Gesamtzahl der Abonnements seit Beginn des Geschäftsjahrs am 1. April um 660.000 auf mehr als 13 Millionen erhöht. 32,2 Prozent der Kunden nutzen inzwischen ein Pay-TV-Abo, Internet und Telefonie des Anbieters und gehen damit auf die Triple-Play-Offerten ein. Zum Vergleich der Kabel-Bereich, der sich mit anderen Verbreitungswegen wie Satellit, DBB-T oder IPTV messen muss: Auf 8,690 Millionen Kundenbeziehungen verweist der Konzern jetzt -174.000 weniger als zuletzt.

Zu der Umsatzsteigerung um 5,6 Prozent auf 830 Millionen Euro tragen neben den Breitbandprodukten für Internet und Telefon auch die Nachfragen nach Premium-TV-Angeboten für Pay-TV und digitale Videorekorder bei. Insbesondere die große Nachfrage nach Letzteren habe die Erwartungen übertroffen, heißt es. Abos für Premium TV sind um beinahe 25 Prozent auf 1,4 Millionen gestiegen, wie Kabel Deutschland mitteilt. Allerdings könne dieser Boom die unter den Erwartungen liegenden variablen Umsätze aus dem Telefongeschäft nur zum Teil ausgleichen. Kabel Deutschland senkt deshalb seine Umsatzprognose für das zweite Halbjahr; das Wachstum werde vermutlich am unteren Ende der bisherigen Spanne von 6,25 bis 6,75 Prozent liegen.


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Autor: Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.


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