Markenarbeit findet in hohem Maße auch nach innen statt. Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter, die Marke mit Leben zu füllen?

(Bernhard Schaub:) Marke wird im Wesentlichen von Mitarbeitern entwickelt, vermittelt und gelebt. Mit diesem Verständnis auf Managementebene haben wir den Markenbildungsprozess von Beginn an mit Mitarbeitern vorangetrieben. Diese Verantwortung motiviert, Mitarbeiter können sich so stärker mit der Marke identifizieren, sie mit gestalten und sie somit auch leben. Das versuchen wir nachhaltig sicherzustellen. Zum Beispiel mit der OV-Markenschmiede, einer internationalen Plattform und einem Trainingsprogramm zur Ausbildung von Markenbotschaftern. Die Botschafter kommen dabei aus jedem Bereich des Unternehmens – von Montage bis Service. Nach der Ausbildung sind die Botschafter dazu befähigt, ihren  Kollegen den Geist der Marke einzuhauchen und gemeinsam mit ihnen markentypische Maßnahmen zu entwickeln. Damit fördern wir die Möglichkeit, über den eigenen Fachbereich hinaus zu denken und mitzuwirken – das motiviert.

Welche Rolle spielen soziale Medien in Ihrem Kommunikations-Mix?

(Michael Scheller:) Im B2B Geschäft funktioniert der persönliche Austausch m.E. nach wie vor am besten z.B. in den Gesprächen direkt vor Ort, in Trainings persönlich oder digital. Die Schaffung der notwendingen Aufmerksamkeit wie z.B. bei Produkteinführungen oder aber auch die Bindung zu bestehenden Kunden organisieren wir zunehmend über soziale Kanäle. Bei allen Kommunikationsmaßnahmen nehmen unsere sozialen Kanäle eine feste Position ein, die auch mit wesentlichen Ressourcen hinterlegt sind.


Autor: Julia Gundelach

ist freie Autorin mit Schwerpunkt Specials. Daher schreibt sie Woche für Woche über neue spannende Marketing- und Medien-Themen. Dem Verlag W&V ist sie schon lange treu – nämlich seit ihrem Praktikum bei media & marketing in 2002, später als Redakteurin der W&V.