Bitkom-Umfrage:
WM bleibt ein TV-Ereignis: Fast 80 Prozent schauen die Spiele zu Hause
Trotz Streaming, Smartphone und Public Viewing bleibt das eigene Wohnzimmer der wichtigste Ort für die Fußball-WM. Laut einer aktuellen Bitkom-Umfrage verfolgen 77 Prozent der Menschen in Deutschland Spiele großer Fußballturniere zumindest teilweise zu Hause.

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Diese Woche geht es endlich los - es ist Anpfiff für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Viele Spiele werden in Deutschland wegen der Zeitverschiebung zu den Gastgeberländern USA, Kanada und Mexiko erst spät am Abend laufen. Der Digitalverband Bitkom hat untersucht, wie sich das auf die Sehgewohnheiten auswirkt - und festgestellt: Die WM wird eine Heim-WM, zumindest, was die Mediennutzung angeht.
Fast 8 von 10 Menschen in Deutschland (77 Prozent) verfolgen Spiele rund um große Fußballturniere wie die WM zumindest teilweise dort. Auch das Schauen im privaten Kreis bei Freundinnen und Freunden, Familie oder Bekannten ist verbreitet: Mehr als 6 von 10 (64 Prozent) verfolgen solche Spiele dort. Die Hälfte besucht Restaurants, Bars oder Kneipen. Public Viewings und Fan-Feste erreichen 33 Prozent der Befragten. Das mobile Sehen spielt dagegen eine deutlich kleinere Rolle: Nur 13 Prozent verfolgen Spiele unterwegs auf dem Smartphone oder Tablet. „Smartphone und Tablet machen es möglich, bei der Fußball-WM auch unterwegs nichts zu verpassen“, so Bitkom-Medienexperte Konstantin Peveling. „Mobiles Schauen ist kein Ersatz für den Fußballabend zu Hause, aber eine wichtige Ergänzung, wenn Fans gerade nicht vor dem Fernseher sitzen können“
Torjubel aus der Nachbarschaft stört
Dass das TV-Erlebnis für viele Fans weiterhin zentral ist, zeigt auch ein weiteres Ergebnis der Befragung: 45 Prozent ärgern sich darüber, wenn Torjubel aus der Nachbarschaft früher zu hören ist als das eigene Bildsignal das Tor zeigt. Hintergrund sind unterschiedliche Übertragungswege, die zu zeitlichen Verzögerungen führen können. „Fußball lebt vom Live-Moment – gerade zu Hause“, sagt Peveling. Je nach Empfangsweg könnten kleine Verzögerungen entstehen, etwa über Kabel, Satellit, IPTV oder Streaming.
Für Sender und Plattformen unterstreicht die Studie die anhaltende Bedeutung des klassischen TV-Konsums bei großen Live-Events. Auch im Streaming-Zeitalter bleibt die Fußball-WM für die meisten Fans vor allem ein Ereignis vor dem heimischen Bildschirm.
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