Jung von Matt :
Bitburger und Jung von Matt gehen getrennte Wege

Der Bitburger-Pitch ist noch nicht endgültig entschieden. Doch eines steht jetzt fest: Der langjährige Etathalter Jung von Matt ist draußen. Zehn Jahre lang waren die Hamburger Leadagentur der Biermarke. Es gibt offenbar schon einen Favoriten für die Nachfolge.

Text: Markus Weber

- 9 Kommentare

Axel Dahm wechselte vor einem halben Jahr von Gerolsteiner zu Bitburger.
Axel Dahm wechselte vor einem halben Jahr von Gerolsteiner zu Bitburger.

Seit über zehn Jahren arbeiten Bitburger und Jung von Matt bereits zusammen. Seit 1. April 2007 fungieren die Hamburger offiziell als Leadagentur der bekannten Biermarke. Doch nun gehen die beiden langjährigen Partner getrennte Wege.

Jung von Matt ist endgültig raus aus dem Pitch: Bereits im Januar hatte der W&V-Schwestertitel "Kontakter" darüber berichtet, dass Bitburger die Agenturbeziehung mit Jung von Matt auf den Prüfstand stellt (Kontakter Nr. 2/2017 vom 26.1.). Zum 1. Februar 2017 ist der Vertrag mit der Agentur ausgelaufen.

Der Pitch geht jetzt in die Zielgerade. Wie "Horizont" am Donnerstag (2.3.) berichtet, soll die Commarco-Tochter und Scholz & Friends-Schwesteragentur Deepblue Networks bei Bitburger die besten Karten haben - möglicherweise sogar auch bei der Marke König Pilsener, die ebenfalls zur Bitburger-Braugruppe gehört.

Das Unternehmen äußert sich auf W&V-Anfrage derzeit ebenso wenig zum Pitch wie die bisherige Agentur. Klar ist nur so viel: Der neue Sprecher der Bitburger-Geschäftsführung, Axel Dahm, will das Marketing strategisch völlig neu ausrichten. Unter anderem will er die Partnerschaft mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) im kommenden Jahr auslaufen lassen - nach 25 Jahren.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



9 Kommentare

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Anonymous User 6. März 2017

Zitat "new-Business": "Auguren mutmaßen, dass die Wahl der künftigen Agentur auf deepblue networks fallen könnte. Dahm gilt als Freund der Hamburger Scholz & Friends-Schwester. Als er vor rund zehn Jahren seinen Job bei Gerolsteiner antrat, gab es auch dort einen Pitch und der Gewinner hieß deepblue. Dahm arbeitete früher bei Reemtsma, und deepblue-Gründer Helmut Koch beim damaligen Agenturpartner Scholz & Friends." So etwas nennt man dann wohl Hamburger Klüngel, oder nicht...?

Anonymous User 3. März 2017

Der Pitch war doch entschieden bevor er überhaupt los ging.... "Gute Freunde"

Anonymous User 2. März 2017

Läuft ja bei JvM. Die Einzelmeisterbude. Trojanisches Pferd... ja für ihre Kunden.

Anonymous User 2. März 2017

MacTrash: Was zeichnet denn sog. jungvonmattige Werbung aus?

Anonymous User 2. März 2017

Ui, das riecht aber deep blue hier. Langsam fällt es auf :)

Anonymous User 2. März 2017

Liebe wuv, das was reklamist behauptet wäre doch wirklich mal wer nachzugehen. Investigative Journalismus ... davon habt ihr doch mal geträumt.

reklamist als Deep Throat und ihr seid Bernstein und Woodward ...

Also los... was ist dran?

Anonymous User 2. März 2017

Dass JvM überhaupt an Bitburger gearbeitet haben, hat man der Reklame aber nicht angesehen. Oder was war daran jungvonmattig?

Anonymous User 2. März 2017

Wann immer Axel Dahm in den letzten Jahren einen neuen Job antrat, gings rasch in den Pitch. Und immer – immer! – wurde der zugunsten von deepblue entschieden. http://www.wuv.de/agenturen/deepblue_networks_stoesst_mit_berentzen_an
http://www.wuv.de/agenturen/gerolsteiner_deepblue_setzt_sich_gegen_tbwa_durch
Sollte sich dieser Zufall auch dieses Mal einstellen, sollten sich die hiesigen Agenturen wirklich überlegen, ob sie bei diesem dummen Spiel überhaupt noch mitpitchen wollen. Hut ab JvM!

Anonymous User 2. März 2017

go deepblue go !

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