Wahlkampf :
"Bleiben wir mutig": So kämpfen Heimat und FDP gegen die Angst

Mit dem Thema Sicherheit und Terrorgefahr machen viele Parteien Stimmung im Wahlkampf. Auch die FDP Berlin widmet sich in dem Wahlkampf-Spot von Heimat der Angst, die sich in unseren Alltag geschlichen hat. Und ruft dazu auf, sich ihr zu widersetzen. 

Text: Frauke Schobelt

Nur mit Worten und Sound verpasst die verantwortliche Agentur Heimat alltäglichen Szenen einen drohenden Unterton.
Nur mit Worten und Sound verpasst die verantwortliche Agentur Heimat alltäglichen Szenen einen drohenden Unterton.

"Ein Junge geht in ein Einkaufszentrum" - diese Zeilen reichen schon aus, um in München und wohl auch anderswo die schrecklichen Bilder vom Amoklauf am 22. Juli in Erinnerung zu rufen. München, Würzburg, Ansbach, Nizza - der Terror soll Ängste schüren und die Gesellschaft verunsichern. Und genau das dürfen wir nicht zulassen.

Natürlich bestimmt das Thema Sicherheit und Terrorgefahr die kommenden Wahlen. "Sicherheitsoffensive der Union: Der Terror-Wahlkampf ist eröffnet" titelte jüngst der "Spiegel". Die AfD macht schon lange Stimmung und schürt ganz bewusst Ängste. Ohne uns, sagen die Freien Demokraten (FDP) in Berlin, die in ihrem Wahlkampf-Spot nun ebenfalls die Angst thematisieren, die sich in unseren Alltag geschlichen hat. Aber sie rufen dazu auf, sich diesen Ängsten nicht hinzugeben, mutig zu bleiben und nicht ständig überall Gefahren zu wittern.

Der Spot der FDP soll ein Zeichen setzen gegen das Schüren von Ängsten. Nur mit Worten und Sound verpasst die verantwortliche Agentur Heimat alltäglichen Szenen einen drohenden Unterton. Wenn "Menschen kreischen" und Kinder aus der Schule rennen entsteht ein ungutes Gefühl, gespeist aus den Horrorberichten der vergangenen Wochen. Doch in Wahrheit ist alles ganz anders. Nur die Angst lässt einem immer gleich das Schlimmste vermuten. Fast schon erschreckend, wie leicht das gelingt. 

"Bleiben wir mutig.": Ein wichtiger Spot, der einem vor Augen führt, wie Ängste die Sicht auf die Welt verändern können. Und der einen darüber nachdenken lässt, auf welche Stimmen man hören sollte. Gewählt wird in Berlin am 16. September. 


Autor:

Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Frauke Schobelt

ist Ressortleiterin im Online-Ressort und schreibt über alles Mögliche in den Kanälen Marketing und Agenturen. Sie hat ein Faible für Kampagnen, die „Kreation des Tages“ und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.