Cannes 2012: Acht deutsche Arbeiten auf der PR-Shortlist

Jung von Matt, Scholz & Friends, DDB, Ogilvy & Mather und FischerAppelt konkurrieren um einen Cannes-Löwen in der Rubrik PR.

Text: Uli Busch

17. Jun. 2012

Acht deutsche Arbeiten konnten sich in beim diesjährigen Cannes-Festival, das am Sonntag begonnen hat, in der Rubrik PR qualifizieren. Neben Jung von Matt – die Agentur konkurriert mit drei Shortlist-Plätzen für den Auftraggeber Mercedes-Benz (Projekte "Aidbag", "The QR-Prototype Chase" und "Invisible Drive") –, haben es vier weitere Agenturen unter die Finalisten geschafft.

 DDB Tribal überzeugte die Jury um Gail Heimann (Weber Shandwick) mit "Don´t make up and drive" für Volkswagen und dem Projekt "Piano for peace" für den Klavierbauer Steinway & Sons. Je ein Platz geht außerdem an Scholz & Friends ("Trashcam Hamburg") für die Stadtreinigung Hamburg, Ogilvy & Mather ("The new Städel" für das Städel Museum Frankfurt) und die FischerAppelt-Gruppe ("Train of ideas" im Auftrag der Stadt Hamburg).

Die Sieger gibt die Jury am Montag bekannt. Als deutscher Vertreter gehört Bernhard Fischer-Appelt von der gleichnamigen Agentur dem Gremium an. Vergeben werden die Preise auf der ersten Cannes-Awardshow am Montagabend im Palais des Festivals. Insgesamt verzeichnete die Rubrik, die die Veranstalter erst 2009 einführten, mit 1130 Einreichungen aus 61 Ländern einen deutlichen Zuwachs gegenüber dem vergangenen Jahr. Damals waren rund 800 Arbeiten ins Rennen gegangen.

Aus Deutschland stammen dieses Jahr 71 Projekte, im Vorjahr waren es 39. Damals reichte es nur für einen deutschen Löwen: Er ging an Jung von Matt für das Mercedes-Projekt "Tramp a Benz" – zwischenzeitlich nicht ganz unumstritten, da sich die Agentur Plagiatsvorwürfe gefallen lassen musste. Es hieß, sie habe bei einem früheren Projekt von Peugeot abgekupfert. Letztlich aber blieb es bei Gold.


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