DDB Tribal holt Toby Pschorr als Geschäftsführer nach Berlin

Zuletzt war Toby Pschorr als Chefberater für den weltweiten Etat von Philips verantwortlich. Jetzt wechselt der Werber mit bayerischen Wurzeln aus London zu DDB Tribal Berlin, um den dortigen Standort der Agenturgruppe zu leiten. Dort ging gerade der Kreativchef.

Text: Frauke Schobelt

27. Apr. 2012

Wie W&V Online bereits berichtete, übernimmt Toby Pschorr zum ersten Mai die Geschäftsführung von DDB Tribal Berlin. Der gebürtige Bayer kommt von DDB London, wo er zuletzt als Chefberater für den weltweiten Etat von Philips verantwortlich war. Toby Pschorr wird das Berliner Büro von DDB Tribal operativ leiten, dort soll er den Umbau des Standorts zur digital-integrierten Kreativagentur weiter vorantreiben.

Auch auf dem VW-Etat soll sich Pschorr künftig stark einbringen, weil er reichlich Erfahrungen mit Automobilkunden vorweisen kann. Seine Agenturlaufbahn startete Pschorr 1995 bei WCRS, wo er die erste weltweite Kommunikationskampagne von BMW koordinierte. 2003 wechselte Pschorr zunächst zu Fallon und betreute dort Skoda und Sony, bevor er 2005 als Business Director & Head of Account Management bei BBH anheuerte, wo er eine 75 Mann starke Abteilung leitete. Pschorr war dort für Kunden wie Audi, Unilever und Vodafone verantwortlich. Nach einer weiteren Station bei Santo, wo er sich um Coca Cola und Diesel kümmerte, stieß Pschorr 2010 schließlich als Global Managing Director zu DDB London und betreute dort den globalen Philips-Etat.
 
"Toby Pschorr ist nicht nur ein erfahrener und versierter Werber, er bringt auch eine ganz besondere Leidenschaft für das kreative Produkt mit. Seine ausgewiesene Management-Kompetenz, seine langjährige internationale Erfahrung und seine deutschen Wurzeln machen ihn zu einer idealen Besetzung", so Alina Kessel, Chief Executive Officer der DDB Tribal Group. Und Pschorr freut sich auf die Hauptstadt: "Deutschland ist der Motor Europas und Berlin ist Anziehungspunkt für Kreativtalente aus aller Welt. DDB Tribal ist international und digital ausgerichtet und somit zukunftsorientiert aufgestellt. Ich freue mich deshalb sehr auf die Berliner Truppe. Nur die Umstellung von Weiß- auf Currywurst wird wohl gewöhnungsbedürftig sein."

Auf Kreativseite kommt die Agentur dagegen nicht zur Ruhe. Vergangene Woche bestätigte DDB Tribal-CEO Alina Kessel, dass die Kreativhoffnung Ali Ali die Agentur bereits schon wieder verlassen habe. Erst vor wenigen Wochen hatte der Ägypter in Berlin angefangen. Jetzt müssen sich Kessel und ihr CCO Eric Schöffler einen neuen Kreativchef suchen.
 


Autor:

Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Frauke Schobelt

ist Ressortleiterin im Online-Ressort und schreibt über alles Mögliche in den Kanälen Marketing und Agenturen. Sie hat ein Faible für Kampagnen, die „Kreation des Tages“ und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.



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