Deepblue Networks: Neue Lead-Agentur für Reemtsma

Der Zigarettenhersteller Reemtsma konsolidiert die Etats für Gauloises, JPS und Route 66 in Hamburg bei Deepblue Networks und folgt damit einer internationalen Strategievorgabe. Reemtsma gehört zu Imperial Tobacco.

Text: Conrad Breyer

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Eine Agentur statt drei. In Zukunft arbeitet der Zigarettenhersteller Reemtsma in Hamburg mit Deepblue Networks zusammen – die Agentur betreut von Budapest aus bereits sämtliche internationalen Etats des Tabakkonzerns Imperial Tobacco, zu dem Reemtsma gehört. Konsequenzen hat das für die beiden Hamburger Agenturen Kolle Rebbe (Gauloises) und Philipp und Keuntje (JPS) sowie für Red Cell (Route 66) in Düsseldorf, die ihre Reemtsma-Etats abgeben müssen.

Unzufrieden sei man nicht gewesen, sagt Lars Grosskurth, Marketingleiter von Reemtsma, der sich bei den Agenturen bedankt. "Wir folgen damit der Imperial-Tobacco-Strategie und bündeln die Budgets bei einer Agentur." Das vereinfache das Handling und schaffe Synergien.

An der Positionierung der Marken ändert sich freilich nichts. Gauloises bleibt die Premium-Marke aus Frankreich, die für unkonventionellen Genuss steht ("Liberté toujours"), JPS und Route 66 (Stopfzigaretten) präsentiert Reemtsma auch weiterhin als Value-for-Money-Marken. Deepblue übernimmt die Above- und Below-the-Line-Kommunikation, die in Deutschland für Tabakwerbung noch erlaubt ist: Kino- und Plakatwerbung, Promotions, Events.

"Das große Vertrauen, das nach Imperial Tobacco jetzt auch Reemtsma in unser Haus setzt, macht uns sehr stolz", sagt Helmut Koch, Vorstand von Deepblue Networks. Koch arbeitet schon seit 22 Jahren für Zigarettenmarken des Hauses – noch bei Scholz & Friends hat er 1989 damit begonnen.

Deutschland ist nach Russland, Polen und Slowenien das vierte Land, für das Deepblue Networks von Budapest und Hamburg aus arbeitet, wenn es um Imperial Tobacco geht. In Budapest liegt das Geschäft für Marken wie Davidoff (100 Länder) und West (50 Länder). Beide Marken werden hierzulande zurzeit nicht beworben. Das deutsche Mediabudget für Gauloises, JPS und Route 66 liegt im siebenstelligen Bereich.


Autor:

Conrad Breyer, W&V
Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er liebt alles, was Struktur hat in der Agenturwelt und Werbern unter den Nägeln brennt. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LSBTI-Rechte, insbesondere in der Ukraine.



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