Networkagentur :
Dennis May wird Kreativchef von DDB Germany

Das DDB-Network befördert Dennis May zum Chief Creative Officer an den Standorten Düsseldorf, Hamburg und Berlin. Seine Hauptkunden: Telekom und Henkel.

Text: Conrad Breyer

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Dennis May freut sich über das Vertrauen, das DDB-Europachef Pietro Tramontin in ihn setzt.
Dennis May freut sich über das Vertrauen, das DDB-Europachef Pietro Tramontin in ihn setzt.

Fast elf Jahre ist Dennis May nun schon für DDB tätig und das an allen drei Standorten der Agentur. Er hat hart gearbeitet für sein Standing bei Kunden, unter Kollegen, in der Branche. Immerhin ist May ADC-Mitglied, hat zahlreiche Kreativpreise gewonnen. Jetzt die Belohnung: May wird Kreativchef der DDB-Gruppe. 

Überrascht hat ihn das schon ein bisschen, wie er sagt. "Ich freue mich natürlich, das fühlt sich toll an, in einer Reihe zu stehen mit Eric Schoeffler und Amir Kassaei, von denen ich so viel gelernt habe." Sie waren seine Vorgänger und Vorbilder. May wird die Kreation der Agentur in Düsseldorf, Hamburg und Berlin führen, allen voran für die Deutsche Telekom und Henkel arbeiten. Wie bisher schon. Schlüsselkunden, die May über die Maßen schätzen. May ist einer der Kreativen, die das Geschäft ihrer Kunden völlig verinnerlicht haben und allzeit ganz vorn mit dabei sind. Teil seines Erbes. Angefangen hat der Texter May mit einer kaufmännischen Ausbildung bei Grey in Düsseldorf. Später ging er zu Jung von Matt.

May auch im Global Creative Council von DDB

Pietro Tramontin, der Europa- und derzeit Deutschlandchef von DDB, hält große Stücke auf ihn. "Für mich ist seine Entwicklung eine erfreuliche, logische Konsequenz seiner jahrelangen harten Arbeit." Dennis May wisse zu führen, was auch Kollegen bestätigen. Er selbst ist da freilich bescheidener. Genau am Management, dem Network-Geschäft, seiner neuen Aufgabe, will er noch wachsen. Dabei ist er längst in die internationalen Strukturen des DDB-Networks integriert; May vertritt Deutschland im Global Creative Council des Agenturverbunds.

DDB hat mit dem Abgang von Kreativchef Eric Schoeffler, dem May jetzt folgt, und CEO Thomas Funk, über längere Zeit kein deutsches Management gehabt. Jetzt es ist komplett mit Oliver Janik (COO), Nina Rieke (CSO), Christoph Pietsch (CMO), Jasper Stahl (CFO) und eben Dennis May (CCO). Einen deutschen CEO wird es aber weiterhin nicht geben. May dürfte diese Funktion sicher ein Stück weit mit übernehmen. Er wird für Neugeschäft sorgen und kreative Sichtbarkeit.

Ziel: Spitzenplatzierung im Kreativranking

Dafür möchte May weiterhin eng mit den internationalen Büros der DDB-Gruppe in New York, San Francisco und London zusammenarbeiten, das war schon in der Vergangenheit hilfreich für eine gute Platzierung in den Kreativrankings. Hochgelobt etwa die Weihnachtskampagne der Telekom (mit Adam&Eve DDB, London). Es geht aber auch allein: "Words of Welcome" und Pink Ribbons "Check it before it's removed" haben monatelang bei allen wichtigen Awards überzeugt. Diese ganz spezielle DDB-Handschrift, die soll sich auch in Zukunft in den Arbeiten der Gruppe wiederfinden. "Das ist mein Anspruch." Und zu diesem Anspruch gehört auch eine Platzierung der Agentur unter den Besten im Kreativranking, auch wenn May sich auf einen Rang explizit nicht festlegen möchte.

Von Amir Kassaei hat Dennis May gelernt, keine Kompromisse zu machen, wenn es um Qualität geht. Von Schoeffler hat er mitgenommen, dass die Kraft guter Arbeit in der Kooperation liegt. Bald wird er zeigen müssen, wofür die Marke Dennis May steht. DDB setzt große Erwartungen in ihn und wird dafür draußen auch lauter auftreten müssen. Schließlich will auch er einmal ein Vorbild für so manchen Junior sein.


Autor:

Conrad Breyer, W&V
Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er liebt alles, was Struktur hat in der Agenturwelt und Werbern unter den Nägeln brennt. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LSBTI-Rechte, insbesondere in der Ukraine.



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