Sassenbach :
Der neue Markenauftritt von AutoScout24

AutoScout24 gibt sich einen neuen Markenauftritt. Mit den Veränderungen im Management und im Marketing soll Sassenbach als neue Agentur das Portal nach vorne bringen. Künftig geht es nicht mehr bloß um Autos, sondern um einen starken User.

Text: Conrad Breyer

14. Mar. 2016 - 4 Kommentare

In Europa ist AutoScout24 Marktführer, in Deutschland nicht. Hierzulande liegt Mobile.de vorn. Auch deshalb hat sich AutoScout24 neu erfunden. Alles ist anders, die Markenpositionierung, der Claim, die Kampagne, die Agenturen, die Homepage, die Apps. Es ist die erste Arbeit, die Katharina Buttenberg vorlegt, seit sie im Dezember den Posten als Marketingchefin am Unternehmenssitz in München übernommen hat. Nachdem die Deutsche Telekom Ende 2013 die Mehrheit an dem Unternehmen verkauft hatte, stiegen die Geschäftsführer Alberto Sanz de Lama und André Stark aus. Als Nachfolger kam 2014 Christian Bubenheim von Amazon Deutschland.

"Früher", sagt Buttenberg, "ging es beim Autokauf im Netz um Vertrauen und Sicherheit". Inzwischen sei der Kunde selbstsicherer geworden. AutoScout24 versteht sich demnach nicht mehr bloß als Marktportal, sondern als Partner. AutoScout24 will Händler und Käufer stark machen. Mit Wissen und neuen Tools (Preisanalyse, Expressverkauf) rüstet die Firma ihre Kunden für den Autokauf und -verkauf im Netz. Drei Typen hat AutoScout24 definiert, den Autofan, den Sicherheitsfreak und den Schnäppchenjäger. In jedem von ihnen, so der neue Claim, steckt ein Autoscout, der auf der Plattform glücklich werden soll. Die Kampagne läuft europaweit. 

Das spezielle AutoScout-Moment bei Verkauf und Kauf inszeniert das Unternehmen mit seinen Logostreifen. In Phase eins macht AutoScout die neue Markenpositionierung bekannt, online wie offline. Mehr als 500 Mio. Ad-Impressions verspricht sich das Unternehmen. In Phase zwei (Social Media) steht der Nutzer im Mittelpunkt und in Phase drei soll Bewegtbild noch einmal die Emotionen bewegen.

Für den neuen Auftritt hat sich AutoScout24 von der Marken- und Digitalberatung Gedankenfabrik in Berlin beraten lassen. Im Pitch um die Kreation durchgesetzt hat sich Sassenbach Advertising in München. Sie habe strategisch und kreativ überzeugt, sagt Marketerin Buttenberg. Etathalter war davor Berger Baader Hermes, ebenfalls München. 


Autor:

Conrad Breyer, W&V
Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er liebt alles, was Struktur hat in der Agenturwelt und Werbern unter den Nägeln brennt. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LSBTI-Rechte, insbesondere in der Ukraine.



4 Kommentare

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Anonymous User 15. März 2016

"Früher", sagt Buttenberg, "ging es beim Autokauf im Netz um Vertrauen und Sicherheit" – schön, dass man darüber schon hinaus ist. Da man weder das eine noch das andere erreicht hat (siehe Erfahrungen, Kommentare und Nutzeranzahl) widmet man sich nun einfach neuem Kram.

Fantastisch. Sowohl konzeptionell als auch inhaltlich:

Homepage & Apps neu? Höchstens das Bildmaterial eingebaut.

Drei Typen gibt es? Ist ja einfach - so geht Schubladendenken heute.

Testimonials passen null zum Gesagten.
Gecheckt, geprüft, gedrückt – passt eher zum 3er BMW fahrenden Mitbürger als einer Frau mittleren Alters...

"Logostreifen"? Echt? Eine Mischung aus ZDF und Superbowl?

Europaweit? autoscout24.nl - nope, autoscout24.fr - nope, autoscout24.it - nope
...

Der Zug ist sowas von Abgefahren. Da lobe ich mir mobile.de - zwar fast schon plump und eingängig aber zumindest konsequent.

Anonymous User 15. März 2016

Die Kampagne läuft europaweit ? Please change at least people and setting for other countries and decline it locally (cars, scenario, people). Beside being not at all an original advertising approach but an obsolete one (tribe marketing is a tired advertising approach which was worth checking some 5 yrs ago as Linear insurance https://goo.gl/gGj52h , H&D and recently gay pride in Rome goo.gl/1kbe0w) that is the ideal approach to loose also "In Europa ist AutoScout24 Marktführer"... never as in this approach you have to "buy in"with faces your customers will trust. So Local faces, with local cities, with real cars. Ever studied Schibsted advertising approach on local markets when focusing on blocket business model? Congrats for product finally starting to improve!

Anonymous User 14. März 2016

Halt Dir die Finger vor das Auge und es ist ZDF-Werbung.

Anonymous User 14. März 2016

"Sie habe strategisch und kreativ überzeugt" So tief hing die Latte?

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