Gunn Report :
Deutschland nicht mehr unter den Top-Kreativ-Nationen

Deutschland ist im Gunn-Report-Länderranking von Platz 7 auf 11 abgerutscht. In der Rangliste der am häufigsten ausgezeichneten Agenturen landet Jung von Matt als beste deutsche lediglich auf Platz 27. Unter den Top-50 befinden sich noch vier weitere heimische Häuser.

Text: Markus Weber

- 4 Kommentare

Die vier Adam & Eve-Gründer setzen mit ihrer Agentur kreative Maßstäbe.
Die vier Adam & Eve-Gründer setzen mit ihrer Agentur kreative Maßstäbe.

Deutschland ist im Ranking der kreativsten Werbenationen von Platz 7 auf Rang 11 abgerutscht. Im aktuellen Gunn Report, einer globalen Rangliste der am häufigsten ausgezeichneten Agenturen, landet Jung von Matt als beste deutsche Agentur lediglich auf Platz 27. Unter den Top-50-Kreativschmieden befinden sich des Weiteren noch vier heimische Häuser.

Die Top-Vier im Länderranking sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben:

1.

USA

410

2.

Großbritannien

210

3.

Australien

114

4.

Brasilien

107

5.

Argentinien

105

6.

Neuseeland

98

7.

Frankreich

89

8.

Spanien

86

9.

Japan

85

10.

Schweden

83

11.

Deutschland

82

Die fünf am häufigsten ausgezeichneten Agenturen:

1.

Adam & Eve/DDB (London)

49

2.

Colenso BBDO (Auckland)

41

3.

Almap BBDO (Sao Paulo)

40

3.

Y&R New Zealand (Auckland)

40

5.

Forsman & Bodenfors (Göteborg)

38

In der Agentur-Rangliste folgen die heimischen Kreativschmieden auf den Rängen 27 (Jung von Matt), 39 (Heimat u. BBDO Germany) und 47 (Serviceplan u. Ogilvy Germany).

Das Ranking der am häufigsten ausgezeichneten Marken:

1.

Samsung

40

2.

Burger King

36

3.

Volkswagen

34

4.

Microsoft

29

5.

Volvo

Zum ersten Mal in der Geschichte des "Gunn Reports" hat es Nike (auf Platz 12) nicht in die Top-Ten geschafft. Aus Deutschland sind folgende Marken im Ranking vertreten: Edeka (22), Hornbach, Mercedes-Benz und Smart (alle auf Platz 24).

Die fünf meistprämierten Kampagnen weltweit:

1.

Burger King "McWhopper"

Y&R New Zealand

2.

DB Export "Brewtroleum"

Colenso BBDO (NZ)

2.

REI "#OptOutside"

Venables Bell & Partners

4.

Schweden Tourismus "The Swedish Number"

Ingo (Stockholm)

5.

Microsoft XBox "Tomb Raider Survival Billboard"

McCann (London)

Die fünf am häufigsten ausgezeichneten Networks:

1.

BBDO

253

2.

McCann

138

3.

Leo Burnett

130

4.

Ogilvy & Mather

125

5.

DDB

116

Quelle: Gunn Report 2016

In dem seit 1999 erscheinenden Gunn Report werden jährlich sämtliche Ergebnisse aus 45 internationalen Kreativwettbewerben ausgewertet.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



4 Kommentare

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Anonymous User 2. Februar 2017

Tja Deutschland und Kreativität = Contradictio in terminis!

Anonymous User 2. Februar 2017

...oder es werden bei den Wettbewerben "kreative Konzepte" eingereicht, die aber in freier Wildbahn oder jenseits eines Prototypen bzw. einer singulären Einreichungs-Inszenierung kaum eine Chance auf Umsetzung hätten und die Frage der Effektivität stets nebulös bleibt.

Anonymous User 2. Februar 2017

Tja, das könnte daran liegen, dass die meisten deutschen Kunden weder den Mut noch die Fantasie haben un- und außergewöhnliche, verrückte oder gewagte Ideen und Scripte umzusetzen. Kein Wunder, muss man doch meist erst durch vier Gremien bis man beim wirklichen Entscheider landet. Da werden die "Eier" von oben nach unten immer kleiner und am Ende kommt ein weichgespültes, austauschbares Produkt heraus.

Anonymous User 2. Februar 2017

Kempis Super-Bowl-Spötchen wird's schon richten.

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